Liebe*r Leser*in unseres Newsletters!

bleiben Sie ganz ruhig, Sie haben sich nicht verguckt. Wir haben uns gedacht, mit dieser Ausgabe unseres Newsletters gewöhnen wir Sie schon mal an ein neues Gesicht. Zu Ihrer Linken sehen Sie nun mich. Einige kennen mich bereits aus Aidshilfe-Zusammenhängen oder anderen Engagements innerhalb der Community. Für die, die mich nicht kennen, ich bin Oliver Schubert und seit 1. Oktober Teil der Geschäftsführung der Aidshilfe Köln ist. Da wir Menschen ja aber auch Gewohnheitstiere sind, kann ich Ihnen versichern, dass Ihnen Michael Schuhmacher im nächsten Newsletter nochmal entgegenlächeln wird. Auch, um sich zu verabschieden. Es liegen bereits zwei aufregende Wochen hinter uns. Unsere Zusammenarbeit und Übergabe ist zeitintensiv und engagiert, bis dass die Köpfe rauchen! So wird mir auch jetzt nochmals deutlicher, was Michael in den zurückliegenden 26 Jahren geleistet hat.
Vielleicht wird einiges anders und Veränderungen sind ja durchaus ein Markenkern von struktureller Prävention und Aidshilfearbeit. Was sich sicher nicht ändern wird, ist die Motivation und Leidenschaft für die Arbeit, die der Geschäftsführer der Aidshilfe Köln an den Tag legen wird. Michaels Sichtweisen, seine Streitbarkeit und sein Engagement nehme ich mir als Vorbild, um gemeinsam mit unseren Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen die Geschicke der Aidshilfe Köln zu gestalten.

Unsere Unterstützung für Menschen mit HIV und die Angebote für Menschen, die sich mit Safer Sex, ihrer Sexualität, Substanzkonsum und Gesundheit auseinandersetzen möchten, bleiben vielfältig und orientieren sich natürlich weiterhin an den Lebensrealitäten unserer Zielgruppen. Unser schneller Wiedereinstieg in die Arbeit und die Entwicklung von Materialien und Projekten rund um die Covid-19-Pandemie beweisen unsere Flexibilität und Professionalität. Trotzdem komme ich nicht drum herum zu erwähnen, dass die Veränderungen und gesellschaftlichen Einschnitte der letzten Monate schon jetzt Einbußen in unserem Haushalt bedeuten. An dieser Stelle ein erstes Dankeschön an alle Spender*innen, die unsere Arbeit unterstützen. Zum bevorstehenden Welt-Aids-Tag arbeiten wir an neuen Ideen und Konzepten, die uns ermöglichen, unsere finanziellen Ausfälle ansatzweise zu kompensieren. Wir werden Ihnen und Euch in Kürze ganz konkret beschreiben, für welches Angebot oder Projekt wir noch finanzielle Unterstützung durch Spenden oder Sponsoren benötigen. Und da ich jetzt genau in diesem Moment in diese Arbeitsgruppe muss, schließe ich mein erstes Vorwort für diesen Newsletter mit Vorfreude darauf, Sie und Euch in der nächsten Zeit kennenzulernen und gemeinsam unsere Ziele, Aufgaben und Herausforderungen anzugehen.

Kommen Sie gut durch die nächste Zeit.

Herzliche Grüße

Oliver Schubert
Geschäftsführung

EVENTS

Run of Colours – Rund 24.000 Euro Erlöse für die Aidshilfe

Trotz überwiegend regnerischen Wetters sah man auf dem Harry-Blum-Platz nur strahlende Gesichter beim Veranstalter des Run of Colours, als alle 700 gemeldeten Läufer*innen im Ziel gegen 19 Uhr eingetroffen waren. Endeten damit doch unsichere und kräftezehrende Wochen und Monate, in denen man nicht wusste, ob der Lauf überhaupt stattfinden kann oder das Gesundheitsamt aufgrund von steigenden Corona-Infektions-Zahlen doch noch die Genehmigung kurzfristig zurückziehen würde. Durch ein umfangreiches Schutz- und Hygienekonzept hatte die Lebenshaus-Stiftung, die den Lauf seit 2008 zugunsten der Aidshilfe Köln veranstaltet, alle Vorkehrungen getroffen, so dass 700 Läufer*innen an den Start gehen konnten. Als eine der ersten Laufveranstaltungen überhaupt in Köln hatte das Gesundheitsamt den Lauf wieder genehmigt. Aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen gab es bei der 12. Auflage keine Massenstarts, sondern das begrenzte Teilnehmer*innen-Feld, musste in der Zeit von 12 bis 18 Uhr fliegend starten, um entweder 5 oder 10 km im Rheinauhafen Köln zu laufen. Den kompletten Nachbericht finden Sie hier.

ALLGEMEIN

Kerzenlichter gegen das Vergessen

Normalerweise treffen sich tausende Menschen auf dem Heumarkt am Vorabend der ColognePride Demonstration, um gemeinsam eine Kerze zu entzünden und im Rahmen von Kerzenlichter gegen das Vergessen an HIV und Aids Verstorbene zu gedenken. Aufgrund der aktuellen Pandemie konnte diese Gedenkveranstaltung nicht wie gewohnt auf dem Heumarkt stattfinden. Trotz Corona wollte die Aidshilfe und der KLuSt aber nicht auf diesen wichtigen Beitrag verzichten und hat deswegen in diesem Jahr zur Teilnahme einer digitalen Version aufgerufen. Das Ergebnis wurde im Rahmen von Pride Now in der Lanxess Arena präsentiert. Wer nicht vor Ort war, kann sich den Clip hier noch mal angucken.

CSD Austausch mit Vertreter*innen aus polnischer Partnerstadt Katowice

Gemeinsam mit den anderen Vertreter*innen der städtischen Fachstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen (Fachstelle LSBTI) haben wir das CSD Wochenende genutzt, um uns mit Aleksandra, Grzegorz und Michał aus der polnischen Partnerstadt Kattowitz/Katowice auszutauschen. Alle drei haben das Wochenende als Empowerment empfunden und sind voller Tatendrang nach Hause gefahren. Ebenso freuen sie sich auf den weiteren Austausch und die Zusammenarbeit mit der Fachstelle. Im Rahmen des Pride Now Veranstaltung am Freitag in der Lanxess-Arena haben sie trotz oder gerade wegen der schwierigen Lage in Polen angekündigt, eine ähnliche Veranstaltung in Polen in den nächsten Jahren auf die Beine zu stellen.

Aidshilfe Köln und Checkpoint bei CSD Fahrraddemo

Was war das für ein ColognePride 2020. Nichts konnte so sein wie wir es alle gewohnt sind. Statt der großen Demonstration mit zehntausenden Menschen entlang der Strecke musste in diesem Jahr alles streng unter Corona-Regeln ablaufen und es ist gelungen. Von Seiten der Behörden wurde das Vorbildliche Verhalten der Demonstrations-Teilnehmerinnen gelobt. Rund 1.500 Teilnehmer*innen haben für ein sichtbares Zeichen gesorgt, mit dabei natürlich auch der Checkpoint und die Aidshilfe Köln. Danke an alle, die dabei waren.

Schon mitgemacht? Umfrage zu Leben mit HIV

Wie leben HIV-positive Menschen heute? Erleben sie Diskriminierung? Wenn ja, wo?
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich zu beteiligen.

Wer HIV-positiv, mindestens 16 Jahre alt ist und in Deutschland lebt, kann noch bis zum 31.10. den Online-Fragebogen ausfüllen (auch auf Englisch verfügbar). Mehr Infos zur Online-Umfrage gibt es hier. Der Direktlink zur Umfrage lautet https://www.soscisurvey.de/pos_stim2.

Parallel laufen noch bis zum Ende des Jahres die Interviews mit Peers. Insgesamt 33 Menschen mit HIV wurden als Interviewer*innen ausgebildet. Seit Mai treffen sie sich jeweils mit anderen Menschen mit HIV und befragen sie zu ihren Erfahrungen mit Diskriminierung und Stigmatisierung. Wer Interesse an einem solchen Austausch auf Augenhöhe hat, kann sich hier informieren und eine Interview-Anfrage an positive-stimmen@dah.aidshilfe.de schicken. Zur Bewerbung der Interviews bekommt ihr demnächst Plakate und neue Postkarten per Post von uns.

Eine Teilnahme an beiden Umfragen ist gerne willkommen, da sie sich ergänzen.

VERANSTALTUNGEN

01. Dezember 2020, // WELT-AIDS-TAG

Weltweit und natürlich auch in Köln

Am 1. Dezember rücken die Themen HIV und Aids zum jährlichen Welt-Aids-Tag wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Trotz Forschungserfolgen und neuer Therapien sind HIV und Aids weiterhin nicht heilbar. Betroffen sind sowohl homosexuelle, heterosexuelle als auch bisexuelle Menschen.

EHRENAMT

24. Oktober, 10-16 Uhr // Aufbauschulung

Hier werden die Inhalte des Basiskurses vertieft sowie weitere Themen wie „HIV und Sucht“, „Sexuell übertragbare Krankheiten“ sowie weiteres Wissen zu Themen wie Prä- und Postexpositionprohylaxe, Sex bei Viruslast unter der Nachweisgrenze (Schutz durch Therapie), Behandlungsstrategien (HAART), HIV und Suchtmittel/Partydrogen etc. verinnerlicht.

Fragen und Anmeldung bitte an qz-ehrenamt@aidshilfe-koeln.de

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