Liebe*r Leser*in unseres Newsletters!

Gesundheitsschutz bleibt weiter wichtig! Die Aidshilfe Köln berät und informiert seit über 30 Jahren zu den Risiken rund um sexuell übertragbare Infektionen und das HI-Virus. Bereits seit einiger Zeit bieten wir nach dem Lockdown wieder ein persönliches Beratungs- und Testangebot zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen. Die dafür mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygiene-Vorschriften haben Anpassungen erforderlich gemacht, genauere Informationen finden Sie hier. Auch das Kölner Gesundheitsamt bietet ein Beratungs- und Testangebot.

Unsere Gesundheitsagentur Checkpoint macht im Zusammenhang mit den Risiken einer Infektion mit COVID-19 auch dazu Angebote, z.B. Happy Sexlife, Informationen zur PrEP vermitteln unsere Infoabende.

Zu allen Fragen in Zusammenhang mit HIV und Aids, insbesondere auch bei speziellem Unterstützungsbedarf, finden Sie erfahrene Berater*innen in unserem Beratungsteam oder im Frauen- und Familienzentrum.

Gesundheitsschutz unter den Rahmenbedingungen von Corona heißt auch weiterhin: Maske tragen, wo immer das sinnvoll oder vorgeschrieben ist, Abstand einhalten und häufig die Hände waschen. Tragen Sie bitte mit dazu bei, dass die bisherigen Erfolge nicht durch Nachlässigkeit riskiert werden!

Vielen Dank und bleiben Sie gesund!

Ihr Michael Schuhmacher
Geschäftsführer

EVENTS

Absage ist nicht geplant – Run of Colours soll stattfinden

Die Lebenshaus-Stiftung, die zugunsten der Aidshilfe Köln jedes Jahr im September den Run of Colours durchführt, hofft trotz der aktuellen Corona-Bestimmungen am 26. September 2020 wie geplant den Benefizlauf im Rheinauhafen Köln durchführen zu können. Aktuell stimmt sich die Lebenshaus-Stiftung mit den Behörden ab.

Deswegen plant die Lebenshaus-Stiftung mehrgleisig. „Wir spielen mehrere Optionen durch, um für die jeweilige Situation gewappnet zu sein. Von einem begrenzten Starterfeld mit mehreren Starts bis zu Zeitblöcken über den Tag verteilt, ist alles denkbar. Wir hoffen, in den nächsten Wochen mehr Klarheit zu haben. Aber am Termin halten wir fest“, so Pressesprecher Erik Sauer.

Mehr findest Du hier: runofcolours.de

Mach mit bei „Kerzenlichter gegen das Vergessen“

Auch wenn dieses Jahr kein Straßenfest stattfinden kann, will die Aidshilfe und der KLuSt nicht auf diesen wichtigen Beitrag verzichten und rufen in diesem Jahr zur Teilnahme einer digitalen Version von „Kerzenlichter gegen das Vergessen“ auf. Wir wollen ein großes Video-Mosaik mit vielen Kerzen erstellen.

Die gemeinsame Gedenkveranstaltung des Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuSt) und der Aidshilfe Köln e.V. war in den Vorjahren immer der Abschluss des Samstags vor der Kundgebung am Sonntag.

Anleitung zum Mitmachen:

Einfach Handy auf Augenhöhe und im Querformat hinstellen. Im Video eine Kerze entzünden, diese vor sich halten und weitere 10 Sekunden in die Kamera gucken. (Ton wird von uns entfernt.)

Anschließend das Video per E-Mail an info@aidshilfe-koeln.de (Einsendeschluss ist der 4. Oktober 2020) senden. Falls die Datei zu groß ist, kann sie über WeTransfer (ohne Anmeldung), Dropbox, Google Drive, OneDrive oder ähnliche Dienstleiter gesendet werden.

Wo wird das Video benutzt?

Dein Video wird auf den sozialen Medien der Aidshilfe Köln und des KLuSt genutzt sowie auch im Rahmen der Veranstaltung Pride Now des Cologne Prides in der Lanxess Arena. Dein Name wird auch dankend im Abspann erwähnt. Wenn du das nicht möchtest, gib uns bitte bescheid.

Gleichzeitige Verlosung als Dankeschön

Unter allen Teilnehmer*innen wird ein VIP-Paket für den CSD 2021 verlost. Die ersten 15 Einsendungen bekommen Karten für die Veranstaltung PRIDE NOW – THE ColognePride SHOW.

Spenden

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Aidshilfe durch Corona am Ende des Jahres bis zu 100.000 Euro an Eigenmitteln fehlen könnten. Deswegen freut sich der Verein über jede Spende, die in dieser schwierigen Zeiten eingeht. Auch wenn sich alle bei der Aidshilfe im Klaren darüber sind, dass es für alle nicht leicht ist.

Spendenkonto Aidshilfe Köln

Institut: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE51 3702 0500 0007 0160 00
BIC: BFSWDE33XXX

Oder ganz einfach online spenden

VERANSTALTUNGEN

27. August 2020, 19:30 Uhr // med.info – HIV und neurologische Erkrankungen

Uniklinik Köln, Josef Stelzmann-Straße 20, Forum-Gebäude 42

Beschreibung: Durch die heutigen HIV-Behandlungsmöglichkeiten sind Schädigungen des Gehirns und der Nerven seltener geworden. Statt der früher häufigen HIV-bedingten Demenz treten heute meist leichtere Schädigungen des Nervensystems auf. Trotzdem können neurologische Erkrankungen das Leben und die Berufsausübung bei Betroffenen stark beeinflussen.

Die Veranstaltung informiert zum aktuellen Stand von neurologischen Erkrankungen, an welchen Anzeichen man sie erkennt sowie über Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten.

Referentin: Prof. Dr. Gabriele Arendt, Neuro-Centrum Düsseldorf

28. August, 19 Uhr // Happy Sexlife Workshops

Die Workshop-Reihe „Fucking Corona – Schwuler Sex in der Krise“ besteht aus unterschiedlichen Online-Workshops und -Meetings für schwule, bisexuelle und queere Männer ab 18 Jahren. Die Veranstaltungen laden zum Austausch über die persönliche Situation ein. Außerdem wird es kurze Inputs geben. Teilnehmen können maximal 10 Personen. Anmeldung notwendig! Alle Details hier.

28. August 2020: Hure oder Heiliger?
Sex und Moral in Zeiten der Pandemie.
19:00-21:30 Uhr
im Gruppenraum der Aidshilfe Köln,
Beethovenstr. 1, 50674 Köln

31. August // Internationale Overdose Awareness Day

In Deutschland sterben jedes Jahr weit mehr als 1.000 Drogengebrauchende an den Folgen des Konsums von illegalen Substanzen, sowie an HIV, Hepatitis und Unfällen unter anderem als Folge der Konsum- und Lebensbedingungen. Der Anteil der Drogentodesfälle durch eine Überdosis liegt bei etwa 50 %. So sind im Jahr 2019 allein 650 Menschen an einer Überdosis verstorben. Sucht ist menschlich, deswegen verdient jeder Mensch gerade in schwierigen Lebenslagen Unterstützung. Die Aidshilfe Köln gehört auch zum Suchthilfenetzwerk und trägt durch zahlreiche Angebote wie Spritzentausch, Nachsorge sowie Beratung dazu bei, dass die Sucht keine Leben kostet. Deswegen wollen wir auch auf den Internationalen Overdose Awareness Day aufmerksam machen. Aus diesem Grund haben wir Kolleg*innen aus der Beratung fotografiert.

29. September, 9:30-16:00 Uhr // Queere Perspektiven in der Arbeit zu Rassismus und Migration

Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln, Altstadt-Süd

In NRW gibt es eine breite Arbeit im Kontext Migration: Von den kommunalen Integrationszentren über die Integrationsagenturen, den Migrationsberatungsstellen oder dem vielfältigen haupt- oder ehrenamtlichen Engagement in Selbstorganisationen migrantischer und rassismuserfahrener Menschen. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und die Sichtbarkeit von schwulen, lesbischen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen, asexuellen und/oder queeren Menschen ist bisher nur vereinzelt Thema.

Unser Kooperationspartner rubicon möchte alle Interessierten einladen, an unserem Fachtag in Austausch zu kommen und Ideen und Perspektiven für eine Arbeit zu entwickeln, die queere Menschen of Color/mit Migrations- und Fluchtgeschichte mitdenkt.

  • • Wie können Mehrfachdiskriminierungen in der eigenen Arbeit im Feld Rassismus und Migrationsgesellschaft mitgedacht werden?
  • • Wie kann Arbeit zu Rassismus und Queerfeindlichkeit solidarisch und gemeinsam gedacht werden?

Wir freuen uns auf Inputs von Serap Güler (Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW), Saboura Naqshband (DeZim Institut Berlin, Gründungsmitglied Berlin Muslim Feminists), Tsepo Bollwinkel (u.a. AG Black & Queer in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland) und spannende Aktivist*innen aus NRW auf dem Podium.

Es kooperieren die Integrationsagentur im Rubicon e.V., die Fachstelle #MehrAlsQueer und die Volkshochschule Köln. Die Fachtagung wird entsprechend der aktuellen Corona-Schutzverordnung in Präsenz, aber auch online angeboten. Bitte melden Sie sich bis zum 13. September mit Angabe von Name, Email-Adresse und Organisation verbindlich unter vhs-gesellschaft@stadt-koeln.de, Tel 0221 – 221 25990 an und geben Sie dabei an, ob Sie vor Ort oder online teilnehmen möchten. Die Teilnahme ist kostenfrei und beinhaltet bei Präsenz-Teilnahme Getränke.

EHRENAMT

19. September, 10-16 Uhr // Basisschulung

Dieser Kurs, der für alle neuen EA verbindlich ist, vermittelt medizinisches Grundlagenwissen zu HIV + Aids. Darin enthalten sind Themen wie Epidemiologie, Übertragungswege, Vermehrungszyklus des Virus, Schutzmöglichkeiten, HIV-Antikörpertest, Behandlungsmöglichkeiten etc.. Auch werden die wichtigsten Informationen über andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) thematisiert. Außerdem bietet das Seminar die Möglichkeit, über andere Lebensentwürfe (Umgang mit Sexualität(en) und Identität(en)) sowie Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund einer HIV-Infektion ins Gespräch zu kommen und die damit verbundenen Leitlinien der Aidshilfearbeit kennen zu lernen.

Fragen und verbindliche Anmeldung bitte an: qz-ehrenamt@aidshilfe-koeln.de

24. Oktober, 10-16 Uhr // Aufbauschulung

Hier werden die Inhalte des Basiskurses vertieft sowie weitere Themen wie „HIV und Sucht“, „Sexuell übertragbare Krankheiten“ sowie weiteres Wissen zu Themen wie Prä- und Postexpositionprohylaxe, Sex bei Viruslast unter der Nachweisgrenze (Schutz durch Therapie), Behandlungsstrategien (HAART), HIV und Suchtmittel/Partydrogen etc. verinnerlicht.

Fragen und Anmeldung bitte an qz-ehrenamt@aidshilfe-koeln.de

ALLGEMEIN

Birgit Körbel: 25 Jahre Aidshilfe Köln – 25 Jahre Frauen- und Familienzentrum

Am 15. August 1995 hat Birgit Körbel ihre Arbeit bei der Aidshilfe begonnen, wobei so richtig auch wieder nicht. Schließlich stand an ihrem ersten Arbeitstag direkt ein Betriebsausflug auf dem Programm. Kann ein neuer Job besser starten?

Birgit ist maßgeblich an der Entwicklung des Frauen- und Familienzentrums beteiligt gewesen und prägt seit 25 Jahren die Erfolgsgeschichte dieses bundesweit einzigartigen Angebots. Ihr Motto ist immer gewesen: Die Lebenssituation von Frauen mit HIV zu verbessern!

Aus allen Teilen NRWs kommen Frauen und Familien, um von Birgit beraten und begleitet zu werden. Die Fragen sind auch noch nach 25 Jahren immer wieder vielfältig. Wie sage ich es meinen Kindern oder meinem neuen Partner, dass ich HIV-positiv bin oder wie gehe ich mit meiner Selbststigmatisierung um, sind noch immer Thema.

Noch Mitte der 90er Jahre wurde HIV-positiven Frauen das Recht abgesprochen, Kinder zu kriegen – Erfolg heute: Es wird ein HIV-Test in der Schwangerschaftsvorsoge angeboten, aber nicht dokumentiert. Das Frauen- und Familienzentrum hat ein Netzwerk aus Klinik, niedergelassenen Gynäkolog*innen, Hebammen in Köln etabliert, in dem Schwangere und Partner*innen vor und nach der Geburt medizinisch und psychisch sehr gut beraten und begleitet werden. Auch beim Thema Kinderwunsch!

Birgit bildet jedes Jahr Hebammenschüler*innen zu Schwangerschaft und HIV aus. Für die Verbesserung der Versorgung von HIV-positiven Frauen hat Birgit jetzt auch schon seit 25 Jahren bei XXelle (Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids) von Anfang an mitgekämpft. Sie war gemeinsam mit Annette Kayser die erste Sprecherin der LAG!

25 Jahre bei einem Arbeitgeber und dann in solch wichtiger Funktion, ist nicht selbstverständlich. Liebe Birgit, wir sagen Danke und bewundern Dein Engagement, Deine Freude und Begeisterung für die Anliegen der Frauen und Angehörigen im FFZ. Auch nach über zwei Jahrzehnten merkt man noch immer, wie du für die Sache brennst, und das ist großartig. In diesem Sinne: Auf die nächsten 25 Jahre!

Jetzt mitmachen bei „positive stimmen 2.0“:
Online-Umfrage und Einzelinterviews zum Leben mit HIV.

Ergebnisse helfen bei Aktivitäten gegen Diskriminierung. — Wie leben HIV-positive Menschen in Deutschland? Inwiefern sind sie heute noch von Diskriminierung betroffen und in welcher Form Benachteiligungen ausgesetzt? Diesen Fragen gehen die Deutsche Aidshilfe (DAH) und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in einer Online-Umfrage und mit persönlichen Interviews nach. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle HIV-positiven Menschen ab 16 Jahren.

Das Projekt gliedert sich in zwei Befragungen, an denen Menschen mit HIV unabhängig voneinander teilnehmen können. Eine Online-Umfrage soll die Erfahrungen möglichst vieler Menschen einbeziehen. In Einzelinterviews geht es dann noch mehr in die Tiefe. Die Idee: HIV-Positive interviewen HIV-Positive, beide profitieren vom Austausch auf Augenhöhe. Dafür wurden eigens Interviewer*innen geschult.

Zur Online-Umfrage

Menschen mit HIV, die sich interviewen lassen möchten, können sich an das Projektteam wenden: positive-stimmen@dah.aidshilfe.de .

Köln bleib(t) bunt! – Aidshilfe Köln unterstützt Forderung des KLuSTs an die Gesellschaft, unser Wunsch an die Stadt.

Auch in schwierigen Zeiten ist es wichtig, Zeichen zu setzen, auf sich aufmerksam zu machen und die Gesellschaft zu sensibilisieren. Unsere Botschaft der Vielfalt, die wir sonst mit dem CSD-Straßenfest und der großen CSD-Demonstration Köln verbreiten, können wir dieses Jahr nicht in gewohnter Form umsetzen.

Daher startet der KLuST (Kölner Lesben und Schwulentag) die Aktion „Köln bleib(t) bunt“ – Fahnen der Solidarität. Und wir teilen gerne ihren Aufruf dazu:

Wir möchten auch in diesem besonderen Jahr der Gesellschaft zeigen, dass wir dazu gehören. Wir möchten bunt geschmückte Balkongeländer und Fensterfronten in unserer schönen Stadt sehen. Wir möchten zusammen mit der gesamten Stadtgesellschaft ein Zeichen setzen, dass wir auch in stillen Zeiten da sind.

Und mit WIR meinen wir ALLE Menschen der LGBTIQ* Community!

Dies bringen wir mit der Pride-Soli-Fahne 2020 ganz besonders zum Ausdruck.
Diese zeigt die traditionelle Regenbogenfahne, direkt verbunden mit den Farben braun und schwarz, die hier für unsere Solidarität mit und der Inklusion von Black and People Of Color (BPOC) in unserer Gesellschaft stehen. Hierdurch zeigen wir auch unsere uneingeschränkte Solidarität mit der #BLACKLIVESMATTER-Bewegung!

Mit den einzelnen Sternen inkludieren wir alle sexuellen Orientierungen und Identitäten, denn…
Wir sind viele. Wir sind gemeinsam. Wir sind stark!

Lasst uns Köln noch ein Stück bunter machen und helft dem ColognePride mit eurer Unterstützung über diese schwere Zeit hinweg. Zeichen setzen und gutes Tun! – Farbe bekennen und Farbe zeigen!

Hier geht‘s zur Aktion: https://www.startnext.com/koelnbleibtbunt

SPENDEN

Jede Spende hilft!

Jede Spende ermöglicht uns, die Angebote und Projekte der Aidshilfe Köln aufrechtzuerhalten. Für viele unserer Angebote erhalten wir Förderungen durch die öffentliche Hand. Diese reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die Arbeit zu finanzieren. Über 300.000 Euro müssen wir jährlich für unsere Projekte aus eigenen Kräften aufbringen – durch Spenden.

Spendenkonto
Aidshilfe Köln
Bank für Sozialwirtschaft
DE51 3702 0500 0007 0160 00
SWIFT-BIC: BFSWDE33XXX
oder ganz bequem online per Einzugsermächtigung.

Verantwortlich für den Inhalt: Erik Sauer und Benjamin Scholz
Das komplette Impressum der Aidshilfe Köln und Lebenshaus-Stiftung einsehen.