(Köln, 24. Juli 2020) Seit 2015 sorgt der Dyke* March im Rahmen des ColognePride für lesbische Sichtbarkeit. In den letzten Jahren ist die Teilnehmendenzahl immer weiter angestiegen. So waren 3.500 Demonstrant*innen 2019 dabei. Obwohl der ColognePride aufgrund der Corona-Bestimmungen auf Oktober verschoben wurde, haben sich die Organisatorinnen nicht unterkriegen lassen und trotz Corona den Dyke* March am 4. Juli in Köln durchgeführt und so wieder ein wichtiges und sichtbares Zeichen für lesbische Sichtbarkeit gesetzt. Über 1.200 Freund*innen und Supporter*innen sind dem Aufruf gefolgt.

Die Kontaktbeschränkungen der letzten Monate haben insbesondere lesbische/queere Frauen hart getroffen, da die Räume, in denen sie sich als Gemeinschaft erleben und begegnen, nicht zugänglich waren. Diesen Raum zumindest an einem Tag zu bieten, ist das Anliegen des Dyke* March Cologne 2020 gewesen. Am 4. Juli 2020 startete der 6. Dyke* March Cologne auf dem Neumarkt als bunte Fahrraddemonstration durch die Kölner Innenstadt zum Heumarkt. Den Auflagen gemäß mussten die Teilnehmer*innen 1.5 m Abstand halten und sollten Masken tragen.

„Der Dyke* March Cologne ist eine Plattform, um die ganz unterschiedlichen Interessen und politischen Forderungen von Lesben/queeren Frauen/frauenliebenden Frauen/genderqueeren Lesben zu präsentieren. So unterschiedlich ihre Lebenswelten sind, so vielfältig sind auch ihre politischen Anliegen. Genau diese lebendige und kämpferische Vielfalt wurde beim Dyke* March Cologne sichtbar und hörbar trotz Corona dank der wundervollen Idee mit der Fahrraddemo“, so Steph Claasen, Vorstand Aidshilfe Köln.

Der Checkpoint Köln und die Aidshilfe Köln zeichnen deswegen die Organisatorinnen mit dem funkelnden Dankeschön aus.

„Vielen Dank für die Auszeichnung, wir freuen uns riesig, das zeigt uns, wir werden doch über unsere Communitygrenze wahrgenommen.  Aber wir bieten nur den Raum, das funkelnde Dankeschön ist genauso für die zahlreichen Helfer*innen, Teilnehmer*innen und Supporter*innen, die diesen Dyke*March in den letzten Jahren haben wachsen lassen“, so Maria Balfer, eine von sechs Organisatorinnen des Dyke* March Cologne. Gemeinsam mit Susanne Clarenbach, Birgit Döring, Janna Gerdes, Annette Rösener und Ingrid Stumpf meldet sie im Team die Demonstration jedes Jahr an, stellt Rikschas zur Verfügung und organisiert Alles, was sonst nötig ist. Dass der Dyke* March in diesem Jahr nicht ausgefallen ist, sondern als Fahrraddemo durchgeführt wurde, ist Ingrid zu verdanken. Sie hatte am letzten Planungsabend die Idee, als sich alle fast schon mit einer Absage abgefunden hatten.

Bis Ende Juli wird die Aidshilfe und der Checkpoint unter dem Motto #WirfürCommunity die Kampagne noch fortführen. Ausgezeichnet werden unter anderem Menschen oder Organisationen/Gruppen, die sich für die Community und deren Mitglieder einsetzen. Zum Beispiel Menschen, die andere Menschen versorgen, die in Quarantäne sind oder zur Risikogruppe gehören. Oder beispielsweise der Szene-Wirt, der versucht, trotz Schließung und Auflagen Begegnungen zu ermöglichen sowie ein offenes Ohr für seine bisherigen Gäste hat. Oder sei es ein*e Künstler*in, der*die sich darum kümmert, dass den Leuten nicht die Decke auf den Kopf fällt und Beiträge ins Netz stellt, die Freude bereiten.

Jede*r kann Menschen vorschlagen, die ausgezeichnet werden sollten. Einfach eine Mail mit einer kleinen Begründung an wirfuercommunity@aidshilfe-koeln.de schicken. Die Bekanntgabe und Vorstellung der Preisträger*innen erfolgt einmal pro Woche.

Pressekontakt

Erik Sauer
Telefon: 0221 / 20203-43
sauer@aidshilfe-koeln.de