(Köln, den 13. Mai 2020) Diesen Satz haben Unbekannte auf den Bürgersteig der Aidshilfe Köln in der Beethovenstraße gesprüht. Statt dies unkommentiert so stehen zu lassen, hat die Aidshilfe eine digitale Kampagne entwickelt und den Satz um zum Teil provokante Zusätze ergänzt. In der letzten Woche wurden diese unterschiedlichen Sätze auf den sozialen Medien des Vereins gepostet, um die Leute zum Nachdenken anzuregen und in eine Diskussion zu treten.

„Insgesamt haben die Bilder zu knapp 1.400 Reaktionen auf Facebook und Instagram gesorgt und rund 12.000 Menschen haben die Bilder gesehen. Im Vergleich zu den sonstigen Reaktionen auf unseren sozialen Medien ist das schon eine enorme Resonanz innerhalb einer Woche“, so Erik Sauer, Pressesprecher der Aidshilfe Köln.

Aids ist eine Lüge … die jeden Tag Positive ausgrenzt

Nachdem sechs Tage lang jeweils ein neuer Satz veröffentlicht wurde, folgt nun am siebten Tag die Auflösung der ganzen Aktion. Seit über 35 Jahren setzt sich die Aidshilfe immer wieder mit solchen Behauptungen, wie Aids ist eine Lüge, auseinander. Ähnliches versuchen jetzt auch wieder zahlreiche zum Teil Verschwörungstheoretiker*innen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Sie stempeln es als einen Versuch einer dunklen Macht ab, verdrehen Tatsachen, ignorieren die vielen Toten und weigern sich, die Hygienevorschriften zu befolgen. Leider lassen sich diese Menschen meist schwer von dem Gegenteil trotz zahlreicher Fakten überzeugen.

„Beide Viren, das HI-Virus und Covid-19, existieren. Für den eigenverantwortlichen Gesundheitsschutz ist ihre Herkunft letztlich egal: Unter anderem schützen Kondome vor HIV. Geeignete Atem-Masken, regelmäßiges Händewaschen und ein Mindestabstand schützen vor einer Infektion mit dem Corona-Virus. “, so Sauer weiter.

Die zum Teil absurden Sätze der Kampagne sollten dazu beitragen, dass Menschen ihre Sichtweisen reflektieren und ins Grübeln kommen. Damit die Kampagne nicht nur im Kölner Stadtgebiet Beachtung findet, stellt der Verein den Aidshilfe-Organisationen die Motive bundesweit zur Verfügung, so dass diese sie auch einsetzen oder noch ergänzen können. Die Aidshilfe Köln wird sich weiterhin nicht von ihrem Weg abbringen lassen, Präventionsarbeit rund um das Thema sexuelle Gesundheit zu machen und sich weiterhin für die Menschen mit HIV einsetzen und aufzeigen, dass Aids sehr wohl keine Lüge ist.

Pressekontakt

Erik Sauer
Telefon: 0221 / 20203-43
sauer@aidshilfe-koeln.de