Zwei besondere Anlässe, ein besonderer Preis!

Im Rahmen des Welt-Aids-Tages 2020 wird die Aidshilfe Köln am 1. Dezember den Jean-Claude-Letist- Preis im Gloria Köln verleihen. Anlässlich des 30. Todestages des Namensgebers hat der Vorstand der Aidshilfe Köln beschlossen, den Preis zum dritten Mal zu vergeben. Der Preis ist nach einem Gründungsmitglied der Aidshilfe Köln e.V.  benannt. Jean-Claude Letist war Belgier, lebte als offen schwuler Mann in Köln und war von Jugend an in der Schwulenbewegung aktiv. Neben seinem Engagement in Deutschland galt sein vehementer Einsatz für Gleichberechtigung und Menschenrechte im Rahmen der International Gay und Lesbian Association (ILGA) als bemerkenswert.

Der Preis zeichnet Menschen aus, die sich in außergewöhnlicher Weise im Sinne der Ideale des Namensgebers engagiert haben. Jean-Claudes Motivation entsprang stets der Vorstellung, dass Lesben und Schwule sich für ihre eigenen Interessen einsetzen und diese durchsetzen müssen, wie er das ebenso von Menschen mit HIV und Aids und deren jeweiligen Interessenvertretungen erwartet hat. Nicht ohne Grund hat er sich in der ILGA ebenso engagiert wie in der Aidshilfebewegung. Der Jean-Claude-Letist-Preis ist daher immer auch ein politischer Preis.

Nachdem es 2015 mit Conchita Wurst und 2017 mit der Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren (BISS) jeweils einen Preisträger gab, wird es 2020 erstmals zwei Preisträger*innen geben. Im Rahmen der Preisverleihung wird auch der langjährige Geschäftsführer Michael Schuhmacher verabschiedet. Er wird die Aidshilfe Köln nach 25-jähriger Geschäftsführung  in den Ruhestand verlassen. Sein Nachfolger Oliver Schubert steht bereits fest. Er wird, nach einer Einarbeitungszeit beginnend am 1. Oktober, das Zepter komplett übernehmen. Es werden zahlreiche Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und der Community erwartet, die sich im Rahmen der Preisverleihung bei Schuhmacher bedanken und sich verabschieden werden.

Pressekontakt

Erik Sauer
Telefon: 0221 / 20203-43
sauer@aidshilfe-koeln.de