Was verbirgt sich hinter HIV, Aids und STI?

HIV & Aids

Die Abkürzung HIV steht für „Humanes Immundefizienz-Virus“ (= menschliches Abwehrschwäche-Virus). HIV wird durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen und schwächt allmählich das Immunsystem. Unbehandelt führt eine Ansteckung mit HIV – meist im Verlauf von drei bis zehn Jahren – zum „erworbenen Abwehrschwäche-Syndrom“ (nach der englischen Bezeichnung abgekürzt als Aids).

Dank der HIV-Medikamente hat man heute gute Chancen auf eine normale Lebenserwartung bei guter Lebensqualität. Bei regelmäßiger Einnahme schützen sie auch vor einer Übertragung beim Sex.

Schwerer als die gesundheitlichen Folgen der HIV-infektion wiegen jedoch für viele Menschen die sozialen Folgen: Stigmatisierung, Isolation, Ängste, Depressionen und Ausgrenzung sind auch heute noch an der Tagesordnung.

Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) werden durch Viren, Bakterien und Pilze beim Sex übertragen. In vielen Fällen machen sich STI nicht durch eindeutige Krankheitszeichen bemerkbar. Die meisten STI sind heilbar, alle lassen sich gut und effektiv behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden und sich auch die Sexpartner*innen mitbehandeln lassen.

Außerdem können Kondome in einigen Fällen das Übertragungsrisiko verringern. Gegen manche STI, z.B. Hepatitis A/B und Humane Papilloma-Viren, gibt es eine Impfung.

Die meisten Menschen haben irgendwann einmal mit STI zu tun. Weit verbreitet sind zum Beispiel Chlamydien, Tripper und die Syphilis.

Wer sexuell aktiv ist und wechselnde Partner*innen hat, sollte sich daher regelmäßig zu STI beraten – und bei Bedarf – testen lassen.