Am 1. Dezember rücken die Themen HIV und Aids am Welt-Aids-Tag wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Trotz Forschungserfolgen und neuer Therapien sind HIV und Aids weiterhin nicht heilbar. Betroffen sind sowohl homosexuelle, heterosexuelle als auch bisexuelle Menschen.

HIV-Positiv heute – Mitten im Leben

Eine Fotoausstellung im Hauptbahnhof Köln

25. Nov. – 1. Dez.

Alle Hintergrundinfos zur Ausstellung hier.

Spendenergebnisse 2018

 aus Offline-Spenden und Spendendosen.
Auswertung erfolgt noch bis weit nach dem 1. Dezember.
Aktualisierung alle 15 Minuten.
Alle Spenden im Überblick gibt es hier.

Warum braucht die Aidshilfe Geld?

Um die vielfältigen Beratungs- und Präventionsangebote der Aidshilfe aufrechterhalten zu können, braucht der Verein pro Jahr gut 300.000 Euro. Mit deiner Spende hilfst du, dass die wichtigen Projekte langfristig gesichert sind. Die Aidshilfe Köln wird durch städtische Mittel und durch Mittel des Landes NRW gefördert. Hinzukommen Mittel aus Leistungsvereinbarungen mit der Stadt und dem Landschaftsverband Rheinland für einen großen Teil der Beratungsangebote, der Kooperation mit dem Jobcenter zur Realisierung des regelmäßigen Mittagstisches von HIVissimo, Unterstützungsleistungen von der Deutschen Aids-Stiftung und anderen Institutionen. Rund 300.000 Euro des jährlichen Gesamtbudgets von 1.8 Millionen Euro muss die Aidshilfe Köln jedoch in jedem Jahr aus Eigenmitteln aufbringen.

2016 haben deutschlandweit 3.700 Menschen eine HIV-Neudiagnose erhalten, davon waren 850 in Nordrhein-Westfalen. Es wurden insgesamt 145 HIV-Neudiagnose in Köln mitgeteilt. Im Vergleich zum Vorjahr ist es ein leichter Anstieg, der aber im Rahmen der üblichen Schwankungen der letzten Jahre liegt. Damit bekommen in Köln pro Woche drei Menschen ein positives Testergebnis mitgeteilt.

Der Anteil der Personen, die mit einer HIV-Infektion diagnostiziert wurden und eine antiretrovirale Therapie erhalten, ist von 74 % im Jahr 2006 auf 86 % im Jahr 2016 angestiegen. Etwa 93 % dieser Therapien verliefen im Jahr 2016 erfolgreich.

Allerdings sagt die Zahl der Neudiagnose nichts über den Zeitpunkt der Infektion aus. Diese kann schon Jahre zurückliegen. Deutschlandweit rechnet das Robert-Koch-Institut damit, dass knapp 13.000 Menschen nichts von ihrer HIV-Infektion wissen.

Termine rund um den Welt-Aids-Tag

Zahlreiche Kölner Unternehmen, Organisationen und Schulen unterstützen uns an diesem Tag. Sie führen eigene Spendenaktionen durch und beziehen mit dem Tragen der roten Solidaritäts-Schleife gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV Stellung.

Ob groß, ob klein, jung und alt, jede*r ist willkommen an diesem Tag aktiv zu werden. Am Empfang der Aidshilfe stehen zahlreiche Spendendosen, Poster, Info-Materialien bereit, um am 1. Dezember eingesetzt zu werden.

Hier gibt es bunte Bilder vom Welt-Aids-Tag 2018…

Zum ersten Mal veranstaltet die Aidshilfe Köln eine Fotoausstellung im Rahmen des jährlichen Welt-Aids-Tages. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: Zum einen aus internationalen Präventions-Plakaten aus den zurückliegenden Jahrzehnten, die eine Krankheit im Wandel der Zeit zeigen, und zum anderen aus ausdrucksstarken Porträts von HIV-positiven Menschen, die mitten im Leben stehen.

Die Vernissage findet am 25. November um 17 Uhr im Hauptbahnhof statt, die Ausstellung geht bis zum 1. Dezember.

Es ist schon eine langjährige Tradition, dass Kölner Schüler*innen und Student*innen im Rahmen des Welt-Aids-Tages verschiedene Aktionen planen, Spenden sammeln und rote Solidaritäts-Schleifen verteilen. Auch in diesem Jahre werden sich wieder zahlreiche Bildungseinrichtungen im Regierungsbezirk Köln engagieren und auf das Thema aufmerksam machen. Das Jugendpräventionsteam der Aidshilfe wird in zahlreichen Schulen zu Gast sein, um die Schüler*innen zu unterstützen.

Unter dem Motto „HIV aktuell in Köln“ steht die gemeinsame Informationsveranstaltung mit der Volkshochschule Köln. Weltweit leben etwa 37 Millionen Menschen mit HIV. Noch immer haben viele von ihnen keinen Zugang zu Medikamenten, leben mit gesellschaftlicher Stigmatisierung oder wissen erst gar nicht von ihrer Infektion. Doch wie ist die Situation in Köln? Wie leben Menschen hier mit ihrer HIV-Infektion? Wie ist die Prävention in Köln gestaltet und welche neuen Erkenntnisse liefert die heutige Wissenschaft? Eine Krankheit im Wandel der Zeit, ein Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zwei HIV-positive Männer und eine positive Frau erzählen unter anderem aus ihrem Alltag. Der Eintritt ist frei!

Beginn: 18:30 Uhr
FORUM Volkshochschule am Neumarkt

Moderation: Jascha Habeck (WDR 2 Moderator)

In der Workshop-Reihe „Wie geil ist das denn?“ finden sexualpädagogische Workshops für und mit schwulen und bisexuellen Männern statt. In kleiner Runde, moderiert und mit interaktiven Methoden wollen wir vor allem eines: (feucht-)fröhlich miteinander ins Gespräch kommen! Über schwule Sexualität, schwules Leben, schwule Szene, über das Suchen, Finden, Kommen und Wollen. Am 29. November steht der Abend unter dem Motto: Bettgeflüster. Los geht es um 18 Uhr in der Beethovenstr. 1, 50674 Köln.

Unser Vor-Ort-Team wird am Freitag und Samstag in den Szene-Kneipen rote Schleifen verteilen sowie Spenden für die Aidshilfe Köln sammeln. Auch die Gastronomen in der Altstadt und auf der Schaafenstraße beteiligen sich mit einzelnen Aktionen und zeigen sich über großen roten Schleifen solidarisch mit HIV-positiven Menschen.

Unser Lichtergang, beginnend um 17 Uhr am „Kalten Eck“, zeigt Solidarität mit HIV-Infizierten und gedenkt gleichzeitig der Verstorbenen.

Bevor sich der Lichtergang aufmacht, wird es eine musikalische Einstimmung geben. Der Lichtergang startet am „Kalten Eck“, geht entlang des Heumarkts über die Schildergasse hin zur AntoniterCityKirche (ca. 18 Uhr).

Die gemeinsame Gedenkfeier um 18 Uhr mit Pfarrer und Beiratsmitglied der Aidshilfe Köln: Markus Herzberg.

In der AntoniterCityKirche werden seit zwei Jahrzehnten unter anderem Gottesdienste zum Christopher Street Day und Welt-Aids-Tag gefeiert. Dieses Engagement resultiert aus der christlichen Überzeugung, dass das Evangelium die Gleichwertigkeit und Gleichrangigkeit aller menschlichen Begegnungen begründet, die in freier Verantwortung vor Gott geschehen.

Die Andacht wird begleitet von Steve Nobles. Im Anschluss gibt es wieder ein gemeinsames Glühweintrinken mit Häppchen.

Jede*r ist herzlich willkommen.

Gemeinsam mit unserem Vor-Ort-Team wird Elfi Scho-Antwerpes am Samstag in den Szene-Kneipen rote Schleifen verteilen sowie Spenden für die Aidshilfe Köln sammeln. Bereits im Vorjahr hatte Elfi äußerst erfolgreich die Gäste in den einzelnen Lokalen zum Spenden animiert. Auch die Gastronomen in der Altstadt und auf der Schaafenstraße beteiligen sich mit einzelnen Aktionen und zeigen sich über großen roten Schleifen solidarisch mit HIV-positiven Menschen.

Ab 21 Uhr wird Elfi Scho-Antwerpes in der Beethovenstr. 1 starten.

Geschichte

Der Welt-AIDS-Tag wurde erstmals 1988 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen und von Anfang an unter ein besonderes Motto, an dem sich die Aktivitäten der AIDS-Organisationen in den verschiedenen Ländern orientieren können, gestellt. Seit 1996 wird der Welt-AIDS-Tag von der UNAIDS organisiert.

Rund um den Globus erinnern am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, AIDS-Kranken und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen. Der Welt-AIDS-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Massenmedien, Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit wie auch in Europa und Deutschland – daran zu erinnern, dass die HIV-/AIDS-Pandemie weiter besteht.

Für die Jahre 2005 bis 2010 lautete das internationale Welt-AIDS-Tag-Motto „Stop AIDS: Keep the Promise“. Es sollte Politiker in aller Welt an ihr auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS im Juni 2001 gegebenes Versprechen erinnern, sich national wie international stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/AIDS-Pandemie zu engagieren.

Zusammenfassung aus Wikipedia

Das Rubicon, das Centrum Schwule Geschichte Köln und die Aidshilfe Köln veranstalten im Rahmen des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2019 eine Führung auf Melaten. Der über 200 Jahre alte Friedhof ist über die Stadtgrenzen Kölns hinaus bekannt und bietet neben wunderschönen Parkanlagen, eindrucksvollen Denkmälern auch viele Geschichten – traurige wie heitere – über die Menschen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Auch die Aidshilfe Köln hat hier ein Patenschaftsgrab, das wir am Ende der Führung selbstverständlich auch besuchen werden.

Los geht es an der Trauerhalle, Eingang Piusstraße, um 11 Uhr. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung unter: ott@aidshilfe-koeln.de mit dem Betreff: „Melatenführung 1. Dezember“ zwingend erforderlich!

Über 100 Millionen verkaufte Platten, Lieder die unvergessen sind. Auch fünf Jahre nach seinem Tod ist Udo Jürgens unvergessen. Im Rahmen des Welt-Aids-Tages findet am 1. Dezember im Café der Aidshilfe Köln nun ein Benefizkonzert statt. Die schönsten Lieder von Udo Jürgens nur mit Pianobegleitung, gefühlvoll interpretiert von Torsten Ahmon am Mikro und Ralf Kettemann am Piano. Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt ist gratis und los geht es um 15 Uhr.

Beginn: 15 Uhr
Ort:
Café der Aidshilfe Köln
Beethovenstr.1
50674 Köln

In diesem Jahr verkaufen Mitarbeiter*innen der Aidshilfe Köln im Nikolausdorf auf dem Rudolfplatz Glühwein. Von 16 bis 19 Uhr werden sowohl Teile der Geschäftsführung, Vorstand und Beirat Glühwein, Punsch oder Kakao ausschenken. Im Rahmen des Welt-Aids-Tages wird das Nikolausdorf auch wieder eine Spende an die Aidshilfe Köln überreichen.

Grußwort von Frau Dr. Agnes Klein
Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 01. Dezember werden wir alle daran erinnert, dass das Thema HIV und Aids auch in der heutigen Zeit noch ein wichtiges Thema ist. Die Aidshilfe Köln ruft daher dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten und an Aids erkrankten Menschen sowie deren Angehörigen zu zeigen.

Als Botschafterin für die Kölner Solidaritäts- und Spendensammelaktionen rund um den Welt-Aids-Tag setze ich mich seit vielen Jahren für die Belange der Arbeit der Aidshilfe Köln ein. Auch in diesem Jahr freue ich mich besonders, als Schirmherrin den Aktionen der Aidshilfe Köln zum Welt-Aids-Tag zur Seite zu stehen und ihren Aufruf an die Kölner Schulen und Bildungseinrichtungen zu unterstützen.

Das Bild von HIV und Aids hat sich verändert und dank moderner Therapien ist ein Leben mit HIV gut möglich. So sind beispielsweise HIV-positive Menschen, bei denen durch eine erfolgreiche HIV-Therapie die Virusmenge im Körper so sehr reduziert wurde das sie nicht mehr nachweisbar ist, nicht mehr infektiös.

Doch trotz vieler Errungenschaften sind Beratungs- Aufklärungs- und Testangebote besonders wichtig, damit insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene gut informiert sind und bleiben. Bundesweit leben über 11.000 Menschen, die nichts von ihrer HIV-Infektion wissen. Niedrigschwellige Testangebote, wie es die Aidshilfe Köln in ihrem Checkpoint in der Beethovenstraße anbietet sind wichtige Anlaufstellen für Menschen die Fragen zu HIV und Aids haben und oder sich testen lassen wollen. Je früher eine Infektion erkannt wird, um so schneller kann sie therapiert werden. Das ist besonders für den Verlauf einer Infektion und die gesund Erhaltung der Patient_i_nnen oftmals sehr wichtig.

Die Welt-Aids-Tags- Kampagne der Aidshilfen stellt in diesem Jahr den Apell – „Streich die Vorurteile!“ – in den Fokus der Präventionsarbeit. Während in den letzten 30 Jahren große Fortschritte auf dem medizinischen Sektor erzielt werden konnten, sind noch immer viele Menschen mit HIV Vorurteilen ausgesetzt und werden nicht mit Respekt behandelt. Deswegen begrüße ich bei dieser Kampagne besonders, dass der respektvolle Umgang in den Fokus gestellt wird und so hoffentlich zu einem vorurteilsfeien Umgang mit infizierten oder erkrankten Menschen beitragen wird.

Was mich als Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport bei den angebotenen Präventionsprojekten der Aidshilfe Köln besonders beeindruckt ist auch die Tatsache, dass sich in den vergangenen drei Jahrzehnten eine nachhaltige Kooperation mit den Kölner Schulen und Bildungseinrichtungen etabliert hat. Das Präventionsteam der Kölner Aidshilfe erreicht in diesem Jahr an 120 Schulen und Bildungseinrichtungen über 3.600 Schüler_innen und informiert die Jugendlichen über Sexuelle Gesundheit.

Ich wünsche mir eine rege Beteiligung zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember und möchte Sie dafür gewinnen, sich selbst, Ihre Schüler_innen, Student_innen und Auszubildenden dazu zu motivieren, sich am Welt-Aids-Tag zu engagieren und wünsche allen Beteiligten einen gelingenden und solidarischen Welt-Aids-Tag 2018!

Dr. Agnes Klein – Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln

Wir bedanken uns bei allen Unterstützer_innen des Welt-Aids-Tages:

AntoniterCityKirche
Artus Apotheke, Köln
Hörlounge – Ihr Hörakustiker
MediaPark Apotheke
Nikolausdorf, Rudolfplatz Köln