Liebe Leser:innen,

„die Aidshilfe Köln befand und befindet sich in einem Veränderungsprozess, der unter anderem auch mit meiner Person zu tun hat, aber mehr dazu später. In den letzten Monaten standen wir vor vielen Herausforderungen, sowohl inhaltlicher als auch finanzieller Natur. Nun haben wir in der ersten Oktoberwoche ein paar große Schritte in Richtung „Aidshilfe 2.0“ getan. Der Umzug aus fünf Etagen mit über 400 Umzugskisten ist vollbracht, Telefon und Internet laufen am neuen Standort wie geschmiert und Stück für Stück packen wir aus und richten uns ein. Dabei bleibt nicht zu unterschätzen, dass dieser Prozess natürlich auch für Klient:innen und Mitarbeitende eine Umstellung bedeuten wird.

Neue Beratungs- und Geschäftsräume bedeuten neue Abläufe und Organisation. Da wird nicht alles von Beginn an glatt laufen, wie z.B. die Aufnahme unserer Arbeit im Empfang der Aidshilfe Köln, der sich mit seinem barrierefreien Eingang direkt an der Haltestelle Heumarkt befindet. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten von Baumaterialien durch die Corona-Pandemie verzögert sich die Ausstattung des Empfangs um zwei Monate und Sie und Ihr erreicht unsere Anlaufstelle erstmal nur über den „Personaleingang“ auf der Seite der Pipinstr.7.

Auch das Café kann aufgrund von oben benannten Lieferschwierigkeiten erst Ende Dezember fertiggestellt werden, aber auch daran arbeiten wir so schnell es eben geht, stellt es doch zukünftig auch das Herzstück unserer Aidshilfe als niederschwellige Kontakt- und Begegnungsstätte dar.
Diese und noch einige weitere Herausforderungen begegnen uns in den nächsten Monaten und ich freue mich, diese zukünftig nicht nur als Leitung der Verwaltung, sondern auch als stellvertretende Geschäftsführerin begleiten zu können. Als Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen kann ich hier meine langjährige Erfahrung und Expertise zukünftig noch besser einfließen lassen. So blicke ich der Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen, dem Leitungsteam und unserem Geschäftsführer sowie dem Vorstand motiviert entgegen. Die Herausforderungen in den nächsten Jahren werden nicht weniger, unser Engagement, die Aidshilfe fit für die Zukunft und ihre Angebote für Menschen mit und ohne HIV zu gestalten aber auch nicht. Danke, dass Sie uns bis hierhin und hoffentlich auch weiterhin dabei unterstützen.“

Herzliche Grüße

Ihre Beate Killing

stellvertretende Geschäftsführerin Aidshilfe Köln e.V.

ALLGEMEIN

Teilnehmende genießen Run of Colours

Nachdem der Benefizlauf zugunsten der Aidshilfe Köln 2020 als einer von wenigen Läufen in Köln unter strengen Hygiene-Auflagen im Rheinauhafen stattfinden konnte, war es in diesem Jahr schon fast wieder so wie vor Corona. Fast 1.000 Teilnehmende gingen bei der realen und virtuellen Version an den Start.

„Corona hat die Menschen nachhaltig beeinflusst. Trotz Lockerungen und 3G-Regel haben wir einen Teilnehmendenschwund von 50 Prozent zu verzeichnen. Andere Laufveranstalter machen ähnliche Erfahrungen und müssen sogar deswegen absagen. Wenn ich aber in die Gesichter im Ziel geschaut habe, sind alle froh gewesen, hier zu sein. Deswegen war es wichtig und richtig, dass  wir den Lauf durchgeführt haben“, so ein glücklicher Erik Sauer, Geschäftsführer Lebenshaus-Stiftung.

Aber nicht nur die Teilnehmenden hatten Grund zur Freude. Auch bei der Aidshilfe Köln gab es nur zufriedene Gesichter. Rund 30.000 Euro wird der Veranstalter Lebenshaus-Stiftung an die Aidshilfe Köln überweisen, die für die Finanzierung von deren Angeboten eingesetzt werden können. Damit übertrifft die 13. Auflage die Erlöse aus den beiden Vorjahren jeweils nochmals um fast 10.000 Euro.

Der Termin für den nächsten Run of Colours steht auch schon fest. Er findet am 17. September 2022 statt. Am Welt-Aids-Tag, dem 1. Dezember, wird wieder die Anmeldung geöffnet. Nur an diesem Tag kostet ein Startplatz 12 Euro statt 18 Euro. www.runofcolours.de

Welt-Aids-Tag — 1. Dezember

Der erste Dezember steht seit 1988 im Zeichen von HIV/Aids. Er bekräftigt die Rechte von HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf. Die Aidshilfe Köln plant rund um den 1. Dezember 2021 zahlreiche Aktionen, um über verschiedene Kanäle und Formate die Aufmerksamkeit auf das Thema HIV/Aids und sexuell übertragbare Infektionen zu lenken. Neben Aktionen in Schulen und Bildungseinrichtungen sind Veranstaltungen auf dem Weihnachtsmarkt, in der Selbsthilfe sowie auf der Haupteinkaufsstraße in Köln, der Schildergasse, geplant. Dort soll ein Infostand direkt in Höhe der AntoniterCityKirche aufgebaut werden und die Passant:innen unter dem Motto „Leben mit HIV. Anders als du denkst“ über die aktuelle Situation von Menschen mit HIV in Köln aufklären, Kondome sowie Give-aways verteilen und Spenden sammeln. Mehr Infos zu weiteren Aktionen rund um den Welt-Aids-Tag finden Sie unter: ahkoeln.de/wat

Eigene Aktion zum Welt-Aids-Tag starten

Viele Organisationen, Unternehmen, Schulen oder Privatmenschen nehmen den Welt-Aids-Tag zum Anlass, um eine eigene Spendenaktion zu starten. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig: Eine Spendenaktion ist bei Facebook schnell eingerichtet, mit der Spendendose im Bekanntenkreis sammeln, Waffeln auf dem Schulfest verkaufen oder Soli-Bären vor der Kantine den Kolleg:innen als kleines Geschenk anbieten. Ab dem 15. November 2021 können in der Aidshilfe Spendendosen während der Empfangszeiten abgeholt und Aids-Teddys gekauft werden. Mehr Infos dazu finden Sie auch auf der Homepage der Aidshilfe Köln.

Patrick Jacobs übernimmt Vor-Ort-Arbeit

Passend zu den neuen Räumen begrüßen wir auch ein neues Mitglied im Checkpoint-Team. Patrick Jacobs ist ab sofort zuständig für die Vor-Ort-Arbeit. Er unterstützt schon seit vielen Jahren die Arbeit der Aidshilfe. Wir sind sehr glücklich, ihn als hauptamtlichen Mitarbeiter begrüßen zu dürfen. Der 39-jährige übernimmt die Funktion von Christoph Klaes, der sich in Zukunft verstärkt um die Ausrichtung des Checkpoints kümmern wird. Herzlich willkommen und viel Spaß bei der neuen Aufgabe. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und auf viele neue Impulse für die aufsuchende Arbeit in der LSBTI* Szene hier in Köln.

„Ein tolles generationenübergreifendes Projekt“

XXelle PLUS macht Mut zum selbstverständlichen Umgang mit HIV

„Vernetzte HIV-Aktivistinnen gibt´s nur in NRW“, sagt Alexandra Frings. Auf diesen kurzen Nenner könnte man das Angebot von XXelle PLUS bringen. Hier begegnen sich generationsübergreifend Frauen mit HIV, um über Fragen, die sie beschäftigen, zu sprechen, zu diskutieren, sich zu bereichern, zu bestärken und zu motivieren. Und um gemeinsam politisch aktiv zu werden hinein in den Verband der Aidshilfe NRW und in die Gesellschaft. Anlässlich des Coming Out Day am 11. Oktober hat XXelle PLUS, ein Zusammenschluss von HIV-Aktivistinnen unter dem Dach der Aidshilfe NRW, ein Video präsentiert, mit dem diese anderen Frauen mit HIV Mut zum selbstverständlichen Umgang mit HIV machen wollen. Der Coming Out Day ist ein weltweiter Aktionstag aus dem LGBT-Umfeld. Es geht im Kern darum, ungeouteten Personen durch die Sichtbarkeit von LGBT-Personen Mut beim eigenen Coming Out zu machen. XXelle PLUS nutzt diesen Impuls, um Gleiches für Frauen mit HIV zu erreichen. „Mit XXelle PLUS werden wir als Frauen mit HIV wahrgenommen, dazu wollen wir mit dem Film möglichst viele Frauen ansprechen“, ergänzt Alexandra Frings.

Darüber hinaus machen sie Frauen ohne HIV darauf aufmerksam, dass sie sich selbst aktiv vor einer HIV-Infektion schützen können. Die PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) ist eine Safer-Sex-Methode, bei der sich HIV-Negative mit einem Medikament vor einer Virusübertragung schützen. „Davon wissen noch zu wenige Frauen, das ist ein Skandal“, erklärt Birgit Körbel. „Gleiches gilt für die Tatsache, dass Menschen unter wirksamer Therapie nicht mehr infektiös sind.“ Das bedeutet, sie können das HI-Virus nicht mehr an ihre Partner*innen weitergeben. „Uns ist es auch wichtig, dass Frauen auch jenseits der 30 Sex haben“, ergänzt Johanna Verhoven. Auch diese Frauen möchte XXelle erreichen, um ihnen alle Optionen zu vermitteln, wie sie sich oder andere vor HIV schützen können. All diese Fragen kommen in dem knapp siebenminütigen Video zur Sprache. „Wir wollen Mut machen, sich und die eigenen Interessen selbst zu vertreten“, äußerte Alexandra Frings. „Und wir wollen uns selbstbewusst engagieren, auch in politischen Gremien“, ergänzte Birgit Körbel.

XXelle PLUS bietet interessierten Frauen Fortbildungen, dies zu tun. XXelle PLUS steht allen Frauen mit HIV in NRW offen, wobei die Schwelle nicht hoch liegt. „Bei uns machen Langzeitpositive, die die Aidshilfe schon lange kennen, ebenso mit wie Frauen, die noch nicht so lange HIV-positiv sind, oder junge Frauen, die seit Geburt mit dem Virus leben. Ein tolles generationenübergreifendes Projekt.“ Das Video „XXelle PLUS. Positive Aktivistinnen in NRW. vernetzen – vorantreiben – gestalten“ sehen Sie unter youtube.com. Interessierte Frauen wenden sich gern an Birgit Körbel von der Aidshilfe Köln (Telefon: 0221-20203-32, E-Mail: koerbel@aidshilfe-koeln.de).

Danke, Heidemarie!

Nach über zehn Jahren verlässt Heidemarie Eigenfeld den Frauentreff. Gemeinsam mit Nicole Bachmann hatte sie den Frauentreff organisiert und geleitet. Die Frauen treffen sich monatlich zum Austausch. Heidemarie muss aus privaten Gründen schweren Herzens ihre ehrenamtliche Tätigkeit für das Frauen- und Familienzentrum aufgeben. Nicole wird in Zukunft erstmal den Frauentreff alleine leiten und organisieren. Wer den Frauentreff gemeinsam mit Nicole mitgestalten will, kann sich an Birgit Körbel wenden.

REWE Group spendet für den Umzug

Die REWE Group zählt seit vielen Jahre zu den treuesten Unterstützern der Aidshilfe Köln. Für den Umzug des Vereins in die barrierefreien Geschäftsräume hat nun Martin Brüning, Leiter Unternehmenskommunikation REWE Group, Geschäftsführer Oliver Schubert eine Spende in Höhe von 15.000 Euro überreicht.

Die REWE Group ist nicht nur als Sponsor beim Benefizlauf Run of Colours seit Jahren dabei, sondern unterstützt mit mehreren Aktionen über das Jahr die Arbeit der Aidshilfe und trägt so zur Sicherung zahlreicher Angebote der Aidshilfe bei. „Ich bin froh und wirklich begeistert, wie eng und vertrauensvoll sich die Zusammenarbeit mit REWE gestaltet. Das ist bei weitem nicht selbstverständlich, dass das Unternehmen immer ansprechbar ist und versucht, uns zu helfen. Und das geht weit über diese Spende, die großartig ist, hinaus. Also vielen Dank für diese tolle Zusammenarbeit“, so Oliver Schubert.

Martin Brüning, Leiter der REWE Group-Unternehmenskommunikation: „Es war für uns als sozial engagiertes Unternehmen selbstverständlich, den Umzug der Aidshilfe Köln zu unterstützen. Die wichtigen Beratungen und Tests können in den neuen Räumlichkeiten am Heumarkt wesentlich besser und zudem auch noch barrierefrei gemacht werden. Wir engagieren uns seit Jahren für die Aidshilfe und sind gerne ein verlässlicher Partner.“ Die Aidshilfe bedankt sich für diese finanzielle Unterstützung und freut sich auf weitere gemeinsame Aktionen.

20-jähriges Dienstjubiläum

Unsere Kollegin Doris Kamphausen feierte gerade ihr 20-jähriges Dienstjubiläum. Da freut sich auch das Leitungsteam, das ihr die Jubiläumsbrosche der Aidshilfe Köln für das Engagement in den zwei Jahrzehnten überreichte. Danke, Doris, für 20 Jahre Kompetenz und tolle Arbeit, die Du unter anderem im Frauen- und Familienzentrum geleistet hast.

Abschied von Nelly

Traurig nehmen wir Abschied von einem langjährigen Weggefährten. Nelly kam seit über 30 Jahren in die Aidshilfe und hat unsere Arbeit ehrenamtlich unterstützt. Nelly war ein humorvoller Mensch, immer ehrlich und „frei raus“, oft streitbar, aber nie unfair. Er hatte für alle ein offenes Ohr und war mit vielen Menschen im Haus befreundet. Wir werden Dich vermissen!

MASKS 2022 – mit Humor und Lebensfreude durch Virenkrisen

Der Kalender „MASKS 2022 – mit Humor und Lebensfreude durch Virenkrisen“ ist der zweite Spendenkalender zugunsten der Aidshilfe des Düsseldorfer Künstlers Tobias Reichelt. Entstanden war die Idee bei einem positHIVen Comedy-Auftritt während der Kabarettakademie 2020 auf Burg Fürsteneck: ein Kalender mit erotischen Corona-Maskenm