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Qualifikation2018-08-13T12:38:41+00:00

KQS-Zertifikat: Ausgezeichnete Dienstleistung

Was macht ihr eigentlich alles? Diese Frage begegnet die Aidshilfe Köln immer wieder mal. Sei es in Gesprächen mit möglichen Kooperationspartnern, Sponsoren oder im Gespräch mit Bürger_innen der Stadt Köln. Die Angebote der Aidshilfe sind vielseitig, es nur auf Kondome zu verteilen zu beschränken, wäre viel zu wenig. Die Aidshilfe Köln engagiert sich auf so vielen Feldern, sei es bei der Schulprävention, Drogenberatung, Mittagstisch, Test, Wohnprojekten oder Selbsthilfegruppen.

Damit für jeden erkenntlich ist, dass alle Angebote einem hohen Qualitätsstandard erfüllen, hat sich die Aidshilfe Köln zertifizieren lassen. Insgesamt zwei Jahre dauerte der Prozess des Prüfungsinstitut ArtSet Qualitätstestierung GmbH. Seit Juli 2015 ist die Aidshilfe Köln, die erste Aidshilfe bundesweit, die für alle Angebote zertifiziert ist. Dies ist wichtig, da immer mehr Zuwendungsorganisationen planen, ein Qualitätssiegel als Voraussetzung für zukünftige Fördermittel zu fordern.

KQS steht für kundenorientierte Qualitätstestierung für soziale Dienstleister. Dabei werden nicht nur die Angebote sondern auch alle Strukturen, Prozesse und Kooperationen unter die Lupe genommen. Und ob neben dem organisatorischen auch ein inhaltlicher Rahmen besteht, der sich im Leitbild der Organisation widerspiegelt.

Die Testierung enthält einen Einführungsworkshop, eine Begutachtung des Selbstreports, eine Visitation vor Ort sowie einen Abschlussworkshop, bei dem auch die strategischen Ziele und zukünftigen Ausrichtungen berücksichtigt wurden. Die Aidshilfe Köln ist somit die erste Aidshilfe bundesweit, die sich diesem Verfahren unterzogen hat. Der Vorstand hatte die dafür erforderliche Arbeitszeit und die finanziellen Mittel in den Haushalt eingestellt. Alle Mitarbeiter_innen standen der Testierung nach der Vorstellung des Verfahrens positiv gegenüber und deswegen haben wir uns nun auch als erste Aidshilfe deutschlandweit diesem Prüfungsverfahren unterzogen. Über kurz oder lang werden alle Organisationen, die Fördermittel beantragen, ein Qualitätstestat benötigen.

Das Testat gilt für vier Jahre bis 2019. Dann muss die Aidshilfe Köln, das Verfahren erneut durchlaufen, um eine Verlängerung des Testats zu erhalten. Seit Juli 2015 können Fördermittel beantragt werden, die als Voraussetzung ein Qualitätssiegel fordern. Und was vorher schon viele ahnten, ist nun von offizieller Seite bestätigt, die Aidshilfe Köln verfügt über ausgezeichnete Dienstleistungen.

Mehr Informationen zu KQS findest Du hier.

Qualitätsbeauftragte Aidshilfe Köln

Ursula Peters (seit 1. Juni 2018)

Glossar Abkürzungsverzeichnis

Vor-Ort-Arbeit, auch Streetwork, beschreibt in Bezug auf schwule Szenen einen Arbeitsbereich, in dem Männer, die Sex mit Männern haben, innerhalb ihrer jeweiligen Szenen bzw. an Orten, an denen sie Kontakt mit Männern haben, durch Präventionsmitarbeiter angesprochen und mit Informationen „versorgt“ werden. Diese Arbeit umfasst eine Bandbreite von Aktivitäten, die von Präventions-Aktionen bis zu Angeboten der aufsuchenden, individuellen Beratung von und für diese Männer reichen. Wichtigster Auftrag der Vor-Ort-Arbeit ist die HIV-/STI-Primärprävention, ihre konzeptionelle Grundlage die „strukturelle Prävention“. (Quelle: Handbuch zur Vor-Ort-Arbeit in schwulen Szenen, Berlin 2003)

Landschaftsverband Rheinland

ist ein Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten in Berlin und eine zentrale Überwachungs- und Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. (Quelle: Wikipedia)

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht, das Epidemiologische Bulletin. Im Epidemiologischen Bulletin werden offizielle Mitteilungen und wissenschaftliche Beiträge insbesondere zu den nach IfSG meldepflichtigen Infektionskrankheiten veröffentlicht. Die Beiträge richten sich an Leser im Öffentlichen Gesundheitsdienst, Ärzte in der Praxis, Kliniken und Laboratorien.

Als Droge werden im Präventionszusammenhang stark wirksame psychotrope Substanzen und Zubereitungen aus solchen bezeichnet. Allgemein weisen Drogen eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung auf. Traditionell als Genussmittel verwendete oder als Medikament eingestufte Drogen werden in der öffentlichen Wahrnehmung oft nicht als solche betrachtet, obwohl in geeigneter Dosierung und Einnahmeform ebenfalls Rausch- oder erheblich veränderte Bewusstseinszustände auftreten können. (Quelle: Wikipedia) Im Aidshilfe Bereich wird häufig zwischen den intravenös (i.V.) drogengebrauchenden Menschen und nicht i.V. drogengebrauchenden Menschen unterschieden. Diese Differenzierung resultiert aus den unterschiedlichen Ansätzen in der Prävention. Während bei i.V. drogengebrauchenden Menschen überwiegend der Fokus auf den gebrauchten Hilfsmittel (Spritzen, Nadeln) liegt, wird bei der Nutzung anderer Drogenkonsumformen die enthemmende und damit risikofördernde Situation in den Vordergrund gestellt.

ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Trans, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans (für Transgender bzw. Transsexualität). Die in Deutschland verwendete Abkürzung LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaft mit unterschiedlicher Thematik, deren Gemeinsamkeit es ist, nicht der Heteronormativität zu entsprechen. Einerseits geht es um die sexuelle Orientierung gegenüber dem Partnergeschlecht, andererseits um die eigene Geschlechtsidentität. (Quelle: Wikipedia)

ist die Abkürzung für Sexual Transmitted Infection und heißt übersetzt sexuell übertragbare Erkrankungen. Im Bereich der Prävention von HIV-Übertragungen sind sexuell übertragbare Krankheiten relevant, die eine Erhöhung des Übertragungsrisikos des HIV Virus bewirken (z.B. Syphilis, Hepatitis C). Darüber hinaus haben Aidshilfe mittlerweile durch die Ausrichtungserweiterung auf den gesamten Bereich der Gesundheitsfürsorge auch Angebote entwickelt, die sich insgesamt um die Prävention von sexuell übertragbaren Erkrankungen kümmern.

in Aidshilfearbeit bedeutet häufig die Aufklärung von Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Bereich.

bezeichnet einen in sich nicht klar abzugrenzenden Bereich von Menschen, die sich als Gruppe begreifen. Häufig wird hier die Gesamtheit aller Lesben und Schwulen in diesem Begriff zusammengefasst.

bezeichnet die Summe aller Schwulen Angebote. Dies schließt häufig sowohl institutionalisierte (Bars, Kneipen, schwule Saunen, Schwulenverbände und Aidshilfen mit Ihren Angeboten, etc.), als auch nicht-institutionalisierte Bereiche (Treffpunkte für sexuelle Kontakte, Verabredungen, etc.) mit ein. Manchmal wird hierunter fälschlicherweise auch die Gesamtheit aller lesbischen und schwulen Angebote eines regionalen Bereichs verstanden.

bezeichnet eine Internetkontaktplattform für schwule Männer. Hierüber werden sowohl sexuelle als auch nicht sexuelle Kontakte, nach Anlegen eines persönlichen, plattformöffentlich sichtbaren Profils angebahnt.

Das Humane Immundefizienz-Virus (englisch human immunodeficiency virus), zumeist abgekürzt als HIV oder auch bezeichnet als Menschliches Immunschwäche-Virus oder Menschliches Immundefekt-Virus, ist ein Virus, das zur Familie der Retroviren und zur Gattung der Lentiviren gehört. Eine unbehandelte HIV-Infektion führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen symptomfreien Latenzphase in der Regel zu Aids (engl. acquired immunodeficiency syndrome ‚erworbenes Immundefizienzsyndrom‘).

Acquired Immune Deficiency Syndrome, auch Acquired immunodeficiency syndrome (englisch für „erworbenes Immundefektsyndrom“), zumeist abgekürzt AIDS oder Aids, bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen, die beim Menschen infolge der durch Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HI-Virus, HIV) induzierten Zerstörung des Immunsystems auftreten.(Quelle: J. L. Marx: New disease baffles medical community. In: Science. 217, Nr. 4560, 13. August 1982, S. 618–621. PMID 7089584. ) Bei den Erkrankten kommt es zu lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen und Tumoren. (Quelle: Wikipedia)

Der Konsum von Drogen ist unter den gegenwärtigen Bedingungen z.B. durch Illegalität, unbekannte Stoffqualität und Streckmittel immer mit Risiken (vor allem Überdosen und Infektionen) verbunden. Maßnahmen, die diese Risiken wirkungsvoll verringern, bezeichnet man als „safer use“ (Quelle: Infomappe für die Beratung in Aidshilfe 2014)

Safer heißt  “sicherer als ohne Maßnahmen zur HIV-Risikosenkung“. Es geht also nicht um den absoluten Schutz vor einer Infektion, sondern um eine deutliche Reduzierung des Risikos sich mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen zu infizieren. Risikofaktoren werden minimiert. (Quelle: Infomappe für die Beratung in Aidshilfen 2014).

Darkroom bezeichnet einen abgedunkelten Bereich beispielsweise in einer Gaststätte, der in seiner Gestaltung und Ausstattung die Möglichkeit zum anonymen Sex bietet.

„Schadensminimierung“.  Das Konzept der Schadensminimierung beschränkt sich nicht auf bereits eingetretene Schäden, sondern versucht auch, im Sinne einer Schadensverhinderung zu den vorhandenen Problemen keine weiteren hinzutreten zu lassen. Dies geschieht über Beratung und  Informationen zu „Safer Sex“ und Ausgabe von Kondomen, Bereitstellung steriler Nadeln (Spritzentausch) für den intravenösen Substanzkonsum in Behandlungsstellen oder über Spritzen- und Nadelautomaten, Impfprogramme, Angebote zu ärztlicher Untersuchung und Betreuung, Essensausgabe und mehr. (Quelle: Wikipedia)

bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die schon seit längerer Zeit mit HIV infiziert sind und erst zu einem späten Zeitpunkt von ihrer Infektion erfahren

Unter Brückenpopulation versteht man eine Gruppe von Menschen, die auf der einen Seite sexuellen Kontakt mit einer Hauptbetroffenengruppe haben, auf der anderen Seite aber auch Sex mit Menschen haben, die keiner Hauptbetroffenengruppe angehören. Klassisches Beispiel sind bisexuelle Männer und Männer, die sowohl Sex mit Männern als auch mit Frauen haben, ohne eine bisexuelle Identität zu besitzen.

4-Hydroxybutansäure oder Gamma-Hydoroxybuttersäure hat einen stimulierenden und aufputschenden Effekt. GHB wirkt angstlösend, euphorisierend, antidepressiv, sexuell stimulierend, sozial eröffnend mit einem gesteigerten Selbstbewusstsein. Überdosierungen können zu einem plötzlich auftretenden narkotischen Schlaf führen. GHB wird als entspannende Droge bei Sex verwendet.

Ist eigentlich ein Arzneistoff und wird in der Human- und Tiermedizin insbesondere in der Anästhesie und Schmerztherapie eingesetzt. Als Dissoziativum wird Ketamin auch als Rauschdroge verwendet, u.a. zur Durchführung prokto-brachialer Sexualpraktiken. (Quelle Wikipedia).

Methamphetamin gilt heute unter Modenamen wie Yaba, Ice, Meth, Crystal oder Crystal Meth als preiswerte Droge mit aufputschender Wirkung. Crystal gehört zu den am schnellsten zerstörenden Drogen überhaupt, wobei für die zerstörerische Wirkung wesentlich die Verunreinigungen verantwortlich gemacht werden, mit denen bei illegaler Herstellung zu rechnen ist.

Das Potential einer Abhängigkeit ist sehr hoch. Crystal Meth wird überwiegend geschnupft, teilweise geraucht, in Wasser gelöst intravenös injiziert oder auch rektal verabreicht. Im deutschsprachigen Raum gehandeltes Methamphetamin wird zumeist in Osteuropa hergestellt. Crystal Meth wird als luststeigernde Droge beim Sex verwendet. (Quelle Wikipedia)

Der CSD erinnert an eine Polizeirazzia in schwulen Gaststätten und Treffpunkte in der New-Yorker Christopher-Street am 28.06.1969. In Erinnerung daran finden jährlich in vielen Städten weltweit politische Demonstrationen statt, an denen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender für ihre Rechte eintreten. Traditionell findet der Kölner CSD  am ersten Juli-Wochenende statt.

Männer die Sex mit Männern haben; die Abkürzung wird gerne genutzt, um auch Männer zu erfassen, die sich selbst nicht als schwul definieren, aber sehr wohl Sex mit anderen Männern haben.

individueller Hilfeplan, wird im Rahmen des Betreuten Wohnens eingesetzt, um eine auf den Bedarf der Klientin/des Klienten abgestimmte Hilfe anzubieten

Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung (im englischen Original: Ottawa Charter for Health Promotion) ist ein Dokument, das am 21. November 1986 im kanadischen Ottawa zum Abschluss der Ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht wurde. Es gilt als eines der Folgedokumente der Deklaration von Alma-Ata (1978) über Basisgesundheitsversorgung im Rahmen der „Gesundheit für alle“-Strategie der WHO. (Quelle: Wikipedia)