Liebe*r Leser*in unseres Newsletters!

einen guten Start in das neue Jahr wünschen Ihnen die Vorstände, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aidshilfe Köln! Wir wünschen Ihnen Erfolg beim Erreichen persönlicher und beruflicher Ziele und vor allem Gesundheit!

Für uns steht der Januar stets im Zeichen des „Kassensturzes“ für das abgelaufene Jahr. Ein großer Teil der Spenden, die wir erhalten, erreichen uns in den Monaten November und Dezember, also rund um den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Erst im Januar wissen wir also ganz genau, ob unsere Planung für das Vorjahr mit dem tatsächlichen Jahresabschluss übereinstimmt. Die vorläufigen Auswertungen unserer Buchhaltung weisen darauf hin, dass das Haushaltsjahr 2019 ausgeglichen abgeschlossen werden kann. Dies verdanken wir nicht zuletzt einer Vielzahl von Spenden von Privatpersonen, Unternehmen, wie auch Zuwendungen von Stiftungen. Ein ganz herzliches DANKE daher an Alle, die uns in 2019 in vielfältiger Weise unterstützt haben!

Wir haben uns in gleicher Weise bei der Stadt Köln zu bedanken: Der Rat der Stadt Köln hat auf Initiative der politischen Mehrheit im Rat, sowohl für 2020, als auch für 2021, bei unserer Förderung durch das Gesundheitsamt berücksichtigt, dass wir in beiden Jahren aus unsere Eigenmittel 500.000 Euro für die Finanzierung des barrierefreien Umbaus der neuen Räume in der Pipinstrasse einsetzen. Eine Erhöhung unserer Zuwendung für die Präventionsarbeit hat uns sehr geholfen, in den Jahren 2020 und 2021 unsere Beratungs- und Präventionsangebote im gewohnten Umfang und gleichbleibender Qualität aufrecht zu erhalten. Insbesondere danken wir daher den Fraktionen von Bündnis 90/die Grünen, der CDU, der FDP und der Fraktion die Guten, sowie den Verantwortlichen im Gesundheitsamt und Sozialdezernat, die uns durch die Anpassung unserer Zuwendung sehr geholfen haben, den geplanten Umzug in die dann Barriere-freien Räume in der Pipinstrasse zu bewerkstelligen. Dankeschön an die Kölner Politik und Verwaltung!

Das vergangene Jahr hat uns wegen der Berichte über zunehmende Hass- und Gewalttaten gegen Personen und Einrichtungen der verschiedenen LGBTI*-Communities ebenso beschäftigt, wie die Zunahme von Beleidigungen und Gewalt gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitarbeiter, gegen Menschen mit Migrationsgeschichte und andere Gruppen. Dass zunehmend Menschen, die sich zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger einsetzen, wie etwa Frauen und Männer der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste, aber auch Pflegepersonal, verbal oder tätlich angegriffen werden, ist wohl auch dem Umstand zu verdanken, dass persönliche Interessen zunehmend rigoroser durchgesetzt werden sollen. Dafür scheint jedes Mittel Recht zu sein, einschließlich körperlicher Gewalt und Verunglimpfungen. Es hat den Eindruck, dass die Schwelle für Gewaltandrohung und Gewalt bis hin zum Mordanschlag, gesunken ist. Um darauf mit vorhandenen rechtsstaatlichen Mitteln reagieren zu können, haben die Mitglieder der Stadt AG Lesben, Schwule und Trans* gegenüber der Stadt die Empfehlung ausgesprochen, eine Kampagne ins Leben zu rufen, die das Ziel hat, die Bereitschaft Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten, zu erhöhen. Sofern man Opfer von Gewalt, oder Gewaltandrohung wird, oder auch Zeugin oder Zeuge von Straftaten wird, sollen Hilfen bereitstehen, die den Gang zur Polizei erleichtern, oder auf entsprechende Beratungsangebote verweisen. Die Kampagne wird von der Community ebenso begrüßt, wie auch die Abstimmung mit Polizei und Verwaltung zu einer gemeinsamen Kampagne auf offene Ohren gestoßen ist. Es ist erklärtes Ziel, alle Beratungsstrukturen und Netzwerke, aber auch die kommerziellen Community-Strukturen zu gewinnen, für dieses Ziel zu werben. Die erkennbare Zusammenarbeit der Community mit Polizei und Stadt Köln, werden in vielen Fällen helfen, den Mut zur Erstattung einer Anzeige aufzubringen.

Diese Idee und der Vorschlag der stimmberechtigten Mitglieder der Stadt AG soll ein Beitrag dazu sein, die Gewalt, Gewaltandrohung oder Beleidigung keinesfalls hinzunehmen, sondern mit der individuellen Unterstützung der Opfer und einem Netzwerk der Beteiligten, die Quote der Anzeigen-Erstattungen merklich zu erhöhen.

Aus dem Haus der Aidshilfe Köln wünschen wir Ihnen Allen einen guten Start in das neue Jahr und freuen uns, wenn Sie das zuletzt genannte Beispiel der Stadt AG Lesben, Schwule und Trans* als ein Beispiel dafür erkennen, dass negative Entwicklungen in einer Gesellschaft keinesfalls hingenommen werden müssen, sondern wie hier, mit dem Engagement Vieler korrigiert werden können.

Alle guten Wünsche und bleiben Sie uns gewogen!

Michael Schuhmacher
Geschäftsführer

EVENTS

Promoteam startet ins neue Jahr

In diesem Jahr werden insgesamt 32 Läufer*innen bei zahlreichen Laufveranstaltungen in Köln und Umgebung an den Start gehen, um sich auf den Run of Colours am 26. September 2020 vorzubereiten. Das Team ist bunt gemischt. Es besteht aus Anfänger*innen, erfahrenen Läufer*innen und wahren Laufjunkies, die eigentlich nichts anderes machen. Von Anfang 20 bis Mitte 50 ist alles dabei. Wenn ihr einen oder eine mal aus dem Team seht, grüßt sie ruhig, sie freuen sich. Und die meisten werden natürlich auch am 26. September bei der 12. Auflage mit am Start sein. Also melde dich jetzt auch an und sei dabei. Mehr unter www.runofcolours.de

ALLGEMEIN

Aidshilfe Köln erhält Friedrich-Jacobs-Preis 2019 — Ulrich Breite: „Köln herzlicher gemacht“

Die Aidshilfe Köln e.V. ist am Mittwochabend im Haus Unkelbach in Sülz mit dem Friedrich-Jacobs-Preis 2019 der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Jakob Hösl und Stephan Claasen vom Vorstand und Michael Schuhmacher als Geschäftsführer der Aidshilfe Köln nahmen die Plexiglasskulptur – diese stilisiert den Kölner Dom, das Museum Ludwig und den Rhein – aus den Händen von FDP-Fraktionschef Ralph Sterck und FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite entgegen. Dazu bekamen die Preisträger auch die Urkunde des Friedrich-Jacobs-Preises überreicht. Mehr dazu hier.

Chems sind dein Ding? …musst aber mal drüber sprechen?
{quapsss}-Selbsthilfegruppe Köln

Wenn bei dir alles gut läuft: viel Spaß!
Wenn du was ändern willst: wir helfen dir.

Für manche ist es schwierig, Chems zu reduzieren oder gar komplett aus dem Leben zu streichen. Darum gibt es jetzt bundesweit {quapsss}-Selbsthilfegruppen – auch in Köln. Mit anderen austauschen. Das Leben sortieren. Sich selbst kennenlernen.

Details zum Angebot unter aidshilfe-koeln.de/quapsss
Anmeldung über quapsss@aidshilfe-koeln.de

Alle Spendendosen sind zurück und ausgewertet – Wir sagen Danke!

Nachdem nun alle Spendendosen zurückgekommen und ausgewertet sind, freut sich die Aidshilfe Köln über 32.000 Euro an Spenden, die im Rahmen des Welt-Aids-Tages eingenommen wurden. Diese Summe trägt dazu bei, dass der Verein 300.000 Euro an Eigenmitteln erwirtschaftet, die dann in die Finanzierung der vielfältigen Angebote einfließen können. 178 Dosen sind ab Mitte November unterwegs gewesen und wurden von zahlreichen Kölner*innen, Vereinen, Unternehmen und anderen Organisationen, die der Aidshilfe nahestehen, gefüllt.

Neue Namen für „Namen und Steine“ gesucht

Auch in diesem Jahr sucht die Aidshilfe Köln wieder neue Namen für Steine, die im Kalten Eck eingelassen werden. Über 100 Steine sind mittlerweile mit Namen von an Aids verstorbenen Menschen in den letzten Jahren bereits in die Kunstinstallation „Kaltes Eck“ eingelassen worden. Seit Beginn der HIV-Epidemie starben in Köln über 2.000 Menschen. Auch im letzten Jahr haben wir uns von einigen Menschen aus dem Umfeld der Aidshilfe verabschieden müssen, die an den Folgen verstorben sind. Deswegen möchten wir darauf hinweisen, dass wir auch in diesem Jahr die Möglichkeit bieten, neue Gedenksteine in die Kunstinstallation einzulassen.

Bis Mitte April (15. April. 2020) können sich alle Interessierten bei uns melden, damit wir noch genügend Zeit haben, die Steine in Auftrag geben zu können. Ein Stein kostet 250,- Euro. Sollte jemand finanziell nicht in der Lage sein, diesen Betrag aufbringen zu können, jedoch gern einen Gedenkstein einlassen will, dann springt nach Prüfung der Voraussetzung „Die Lebenshaus-Stiftung“ ein und übernimmt die Kosten.

Alle neuen Steine werden im Rahmen der Gedenkfeier von „Erinnerung am Denkmal gegen das Vergessen“ am 19. Juni 2020 eingelassen. Interessierte müssen eine Mail an info@aidshilfe-koeln.de schicken.

Ready for PrEP – Infoabend rundum den sicheren PrEP-Start

Im Checkpoint Köln gibt es regelmäßige Infoabende zum Thema PrEP. Immer am ersten Montag des Monats um 19:00 Uhr in den Räumen des Checkpoints in der Beethovenstr. 1. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Termine im Kalender unseres Checkpoints.

Alternativ kann man auch die persönliche Beratung zur PrEP der Aidshilfe Köln nutzen. Hier ist allerdings eine Anmeldung unter beratung@aidshilfe-koeln.de erforderlich.

STELLENANGEBOTE

Der Aidshilfe Köln e.V. sucht ab sofort ein*n Mitarbeiter*in

Bereich Empfang

mit einem Beschäftigungsumfang von 19,5 Std/Woche.

Aufgaben:

  • Telefonannahme und Weiterleitung von Anfragen/telefonisch oder per Email
  • Besucher*innenempfang
  • Organisation von empfangsbezogenen Arbeitsabläufen
  • Vor- und Nachbereitung und Mithilfe bei Veranstaltungen
  • Vorbereitung der Unterlagen für das Beratungs- und Testangebot
  • Versand von Informationsmaterialien – Spritzentausch
  • Terminvergabe für unterschiedliche Bereiche des Hauses
  • Administrative Tätigkeiten

Voraussetzungen:

  • Freundliche und höfliche Umgangsformen
  • Gute Deutschkenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
  • Flexibilität, Organisationsfreude und Teamfähigkeit
  • Souveräner Umgang mit den gängigen Windows Office-Programmen

Erwünscht:

  • Berufserfahrung im Bereich Empfang oder Kundenservice
  • Genaue und verlässliche Arbeitsweise, Organisationsgeschick
  • Teamfähigkeit, Bereitschaft zu Einsatzzeiten zwischen 8:00 und 22:00 Uhr an Wochentagen (Schichtdienst mit festen Tagen und Zeitfenstern)
  • Führerschein

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem engagierten und kompetenten Team
  • Unterstützung bei der Einarbeitung
  • Eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre

Die Stelle umfasst 19,5 Std./ Woche., in Vertretungszeiten bis zu 39,0 Std/Woche. Durch wechselnde Einsatzzeiten und Vertretungssituationen wird eine hohe Flexibilität vorausgesetzt. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TVöD/ VkA unter Einbeziehung von zusätzlichen leistungsorientierten Bestandteilen. Der Aidshilfe Köln e.V. ist selbstverständlich Arbeitgeber auch für Menschen mit HIV und Aids, mit Migrationshintergrund und aktuell noch nicht barrierefrei (im Einzelfall lassen sich in vielen Fällen Anpassungen der Arbeitsplätze umsetzen).

Bitte senden Sie die üblichen Bewerbungsunterlagen bis zum 31.01.2020 an den Aidshilfe Köln e.V., z.Hd. Beate Killing – Verwaltungsleiterin, Beethovenstr. 1, 50674 Köln oder per Email an info@aidshilfe-koeln.de

EHRENAMT

07.03 // Basis-Schulung für Ehrenamtliche

Dieser Kurs, der für alle neuen EA verbindlich ist, vermittelt medizinisches Grundlagenwissen zu HIV & Aids. Darin enthalten sind Themen wie Epidemiologie, Übertragungswege, Vermehrungszyklus des Virus, Schutzmöglichkeiten, HIV-Antikörpertest, Behandlungsmöglichkeiten etc.. Auch werden die wichtigsten Informationen über andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) thematisiert. Außerdem bietet das Seminar die Möglichkeit, über andere Lebensentwürfe (Umgang mit Sexualität(en) und Identität(en)) sowie Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund einer HIV-Infektion ins Gespräch zu kommen und die damit verbundenen Leitlinien der Aidshilfearbeit kennenzulernen.

Zeitrahmen: 07.03.2020, 10-16 Uhr
Ort: Aidshilfe Köln, Beethovenstraße 1, 50764 Köln

Anmeldungen bitte zum 22. Februar 2020 an qz-ehrenamt@aidshilfe-koeln.de

VERANSTALTUNGEN & TERMINE

„La Vie en Röse – Pariser, Prumme und Pailletten“ // Röschensitzung

Mais Oui! Das Team der Röschen Sitzung kann es auch auf Französisch. Das beweisen sie in dieser Session unter dem Motto: „La Vie en Röse – Pariser, Prumme und Pailletten“, zu Deutsch heißt das frei übersetzt „Das rösige Leben“, und damit kennen sich die Kölner Schwulen, Lesben und alles Bunte dazwischen ziemlich gut aus. Und das nicht erst seit der französischen Besatzung unter Napoleon, wo sich, bekanntermaßen, so mancher schmucke Soldat ein Fisternöllche mit der kernigen Stadtbevölkerung erlaubt hat. Man darf also auch zum 25. Jubiläum des schwul-lesbischen Karnevals gespannt sein, welche Ideen zum Thema Frankreich die Röschen in 2020 aus dem Chapeau Claque zaubern. Ob Femmes fatales oder wiederbelebte Modezaren, auf jeden Fall wird es wieder einmal très amusant!

Termine und Tickets der Session 2020

01., 08., 14., 15., 21., 22., 23. Februar (Karnevalswochenende)
Ticketpreise: 35,00 / 32,00 € (+ VVK-Gebühr) auf www.röschensitzung.de unter „Tickets“.

Die Röschen Sitzung sind: Abends mit Beleuchtung, Matthias Brandebusemeyer, Rainer Breuer, Stephan Isermann, Nina Moers, George Le Bonsai, Ela Querfeld, Marion Radtke, Manuel Rittich, Stephan Runge, Dada Stievermann und Claus Vinçon.
Als Gäste sind dabei: Swanee Feels, Sia Korthaus, Ruth Schiffer, Rosa Funken, Burning Feet, Pink Poms und die Bochemer Prümmchen.

Treff der ALTERnativen 50+

Jeden vierten Donnerstag von 15-17 Uhr im inSide Café, Am Rinkenpfuhl 46, 50676 Köln, Deutschland (Karte). KVB-Haltestellen: Rudolfplatz und Neumarkt

Komm vorbei, komm dazu! — Zum Klaaf, zum Info-Austausch, zum Kaffeetrinken.
Infos zum aktuellen Themen findet ihr hier

Wer erwartet euch? Andreas Kringe (lst.alternativen50plus@gmail.com) oder Birgit Erlenbruch und Norbert Reicherts im Rubicon e. V.

Unser Terminkalender

Sämtliche Termine der Aidshilfe Köln stehen in unserem Terminkalender.

SPENDEN

Jede Spende hilft!

Jede Spende ermöglicht uns, die Angebote und Projekte der Aidshilfe Köln aufrechtzuerhalten. Für viele unserer Angebote erhalten wir Förderungen durch die öffentliche Hand. Diese reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die Arbeit zu finanzieren. Über 300.000 Euro müssen wir jährlich für unsere Projekte aus eigenen Kräften aufbringen – durch Spenden.

Spendenkonto
Aidshilfe Köln
Bank für Sozialwirtschaft
DE51 3702 0500 0007 0160 00
SWIFT-BIC: BFSWDE33XXX
oder ganz bequem online per Einzugsermächtigung.

Verantwortlich für den Inhalt: Erik Sauer und Benjamin Scholz
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