Countdown:


Adieu Kölner Aidsgala!

Am 3. Juli findet die Kölner Aidsgala vorerst zum letzten Mal statt.  Der Aufwand diesen Event auszurichten, ist für die Aidshilfe Köln und ihre Lebenshaus-Stiftung enorm! Gleichzeitig sinken die Fördermittel der öffentlichen Hand allein dadurch, dass die Kostensteigerungen in jedem Jahr auch bei gleichbleibender öffentlicher Förderung die Aidshilfe Köln zwingt, eine halbe Stelle abzubauen. Einer der Gründe keine personellen Ressourcen mehr für die Kölner Aidsgala einzusetzen.

Als die Gala im Jahr 1992 im Gürzenich das erste Mal über die Bühne ging, da gab es für Menschen mit HIV und Aids noch wenig Hoffnung auf ein Überleben. Die Medien überboten sich in der Berichterstattung, ganz vorne dabei Hans Halter und der Spiegel mit Bildern und Texten, die zu Angst und Abwehr wesentlich beigetragen haben – und die bis heute wirken! Die Politik diskutierte über den richtigen Weg, dank Frau Süssmuth und anderen setzten sich schließlich Akzeptanz und Kooperation durch. Politiker wie Peter Gauweiler scheiterten mit den meisten ihrer Forderungen auf Zwangsmaßnahmen.

Wenn sich am 3. Juli zum letzten Mal der Vorhang der Gala schließt, dann sind nicht alle Themen bearbeitet und dann ist nicht jede Forderung vom Tisch. Vorstand und Geschäftsführung der Aidshilfe Köln werden neue Formen finden, auf wichtige Themen hinzuweisen. Die Kölner Aidsgala ist aus unserer Sicht – auch mit Blick auf den enormen Aufwand – nicht mehr leistbar und möglicherweise auch nicht mehr notwend

(c) Markus Morianz

Conchita Wurst kommt zur letzten Kölner Aidsgala

Ja, die echte Conchita Wurst wird bei der 24. Kölner Aidsgala auftreten. Sie wird den Jean-Claude-Letist Preis persönlich entgegennehmen. Mit diesem Preis ehrt die Aidshilfe Köln die Sängerin, die ganz selbstverständlich ihren Weg bis zur Gewinnerin des European Song Contest gegangen und so für viele Menschen Vorbild geworden ist. 

Der Vorstand der Aidshilfe Köln hat bereits im März beschlossen, Conchita Wurst diesen besonderen Preis anzutragen. Bernt Ide vom Vorstand der Aidshilfe Köln: „Uns hat besonders gefallen, dass Conchita Wurst stets authentisch und überzeugend einfach sie selbst war.“  

Der Preis ist nach einem Gründungsmitglied der Aidshilfe Köln benannt worden, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum fünfundzwanzigsten Mal jährt. Jean-Claude Letist war Belgier, lebte als offen schwuler Mann in Deutschland und war von Jugend an in der Schwulenbewegung aktiv. Neben seinem Engagement in Deutschland galt sein vehementer Einsatz für Gleichberechtigung und Menschenrechte im Rahmen der International Gay und Lesbian Association (ILGA) als bemerkenswert. Sein Leben war ein Modell selbstbewussten schwulen Lebens in einer Zeit, in der homosexuelle Handlungen noch strafbar waren.

Jetzt Karte sichern und die Aidshilfe unterstützen

Ab dem 1. April gibt es Karten über Kölnticket. Sie kosten zwischen 19 und 55 Euro. Mit dem Kauf einer Eintrittskarte wird die Aidshilfe Köln unterstützt. Dies tun auch alle Künstler/innen, die ohne Gage auftreten, die vielen ehrenamtlichen Helfer/innen, die langjährigen und neuen Sponsoren sowie alle, die rund um Technik, Programm, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation mitwirken. Zu den Unterstützern gehört seit vielen Jahren das Maritim Hotel Köln, das neben der Gala zum CSD auch Übernachtungsmöglichkeiten mit Blick auf das Straßenfest bietet.

Mit den Einnahmen will die Aidshilfe Köln drei ihrer Angebote ausbauen und erweitern. Im Herbst 2015 wird das Dirk Bach-Haus mit behinderten und altersgerechten Appartements für Menschen mit HIV und Aids entstehen. Außerdem soll das gut besuchte Mittagstisch-Angebot des Regenbogencafé HIVissimo zu einem Integrationsbetrieb ausgeweitet werden und das Beratungs- und Schnelltest-Angebot im neuen Checkpoint in der Pipinstraße soll ausgebaut werden. Für diese drei Maßnahmen wird gut eine Million Euro benötigt, die über Spenden generiert werden soll.

Kölner Aidsgala bekommt neues Konzept

Zum 30-jährigen Bestehen der Aidshilfe Köln gönnt sich die Kölner Aidsgala ein neues Konzept! Was ändert sich? Die Gala soll nur noch drei Stunden (20-23 Uhr) dauern, die bisherigen Dinnertische weichen einer Theaterbestuhlung und das Bühnenprogramm rückt wieder verstärkt in den Fokus.

Am 3. Juli 2015 steht das Maritim Köln zum 24. Mal ganz im Zeichen des guten Zwecks. Die Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der Aidshilfe Köln ist traditionell das kulturelle Kick-off Event zum CSD Wochenende. Knapp 1.200 Menschen werden aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Kultur und Sport zur Veranstaltung erwartet.

„Don't be a drag, just be a queen/king!“

Das Bühnenprogramm steht unter dem Motto: „Don´t be a drag, just be a queen!“ Hochwertige Künstler/innen präsentieren auf der Bühne das Spiel mit den Geschlechterrollen und deren sexuellen Identität. Sie werden in eine für sie eher untypische Rolle schlüpfen. So soll eine große Bandbreite von unterschiedlichsten (Geschlechter-)Rollen, sexuellen Identitäten und -Spielarten die Bühne erobern. 

Moderation

Das Moderationspaar für die diesjährige Kölner Aidsgala steht fest. Jörg Thadeusz und Andreja Schneider werden durch den Abend am 3. Juli im Maritim Hotel Köln führen. Schneider ist vor allem als Fräulein Schneider vom Trio Geschwister Pfister bekannt. Thadeusz ist Grimme-Preisträger und begeistert als Radio, TV- Moderator und Buchautor. Wir freuen uns, dass Andreja Schneider und Jörg Thadeusz uns an diesem Abend unterstützen.

Neues Catering-Konzept

Die veränderte Bestuhlung des Saals hat Auswirkungen auf das Catering. Das Maritim Hotel Köln sorgt für das leibliche Wohl und bietet ab 18.30 Uhr bis Programmbeginn, sowie in einer 30-minütigen Programm-Pause eine Auswahl von saisonalen Kleinigkeiten zu erschwinglichen Preisen an. 

Nach dem Programmende gegen 23 Uhr haben die Gäste die Wahl, ob sie bei einem Glas Bier oder Wein in entspannter Atmosphäre im Foyer die Gala Revue passieren lassen oder von dort auf eine der zahlreichen Partys im Kölner Stadtgebiet aufbrechen. So können die Gäste die Kölner Aidsgala als erstes kulturelles Highlight am CSD Wochenende nutzen.

Vielen Dank!

Mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte unterstützen Sie die Aidshilfe Köln. Dies tun genauso alle Künstler/innen, die ohne Gage auftreten, die vielen ehrenamtlichen Helfer/innen, unsere langjährigen und neuen Sponsoren sowie alle, die rund um Technik, Programm, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation mitwirken.

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Veranstalter: Lebenshaus-Stiftung