
Alle Informationen rund um HIV und Aids, Ansteckungsrisiken, Sexualpraktiken und zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten finden Sie in der Informationsbroschüre [„sex & care“] oder wenden Sie sich unter 0221 19 4 11 an unsere kostenlose und anonyme Telefonberatung.
HIV und Aids werfen viele Fragen auf. Über Liebe, Sexualität und Sicherheit. Ein positives Testergebnis kann trotz der Erfolgsmeldungen über Behandelbarkeit von Aids immer noch persönliche Krisen, Angst und Depressionen auslösen. Keine Arbeit, keine Ersparnisse, was tun mit der gewonnenen Lebenszeit? Ausbildung, berufliche Orientierung, Alterssicherung, Wohnungssuche, Partnerschaft, Familiengründung, Kinderwunsch, Schwangerschaft - längst abgehakte Themen sind wieder aktuell.
HIV kann nicht bei Alltagskontakten übertragen werden: Das Küssen zur Begrüßung, gemeinsames Essen, Kuscheln und zusammen daden oder die gemeinsame Benutzung der Toilette stellen keine Infektionsgefahr dar. Auch über Gegenstände, wie Türklinken, Handtücher, Besteck und Gläser kann HIV nicht übertragen werden. Eine Übertragung der Viren über Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit, Urin und Kot ist ebenfalls nicht möglich. Eine Ansteckung über Insektenstiche ist ausgeschlossen. Auch wenn infektiöse Flüssigkeit auf nicht geschädigte Haut, beispielsweise die Hand gerät, besteht kein Risiko. Außerhalb des Körpers sind HI-Viren nicht lange "überlebensfähig" und werden an der Luft inaktiv, sobald die virenhaltige Flüssigkeit, wie etwa Blut oder Sperma, eingetrocknet ist.
HIV kann nur übertragen werden, wenn eine ausreichende Menge HI-Viren auf eine Eintrittspforte trifft und so in die Blutbahn des Körpers gelangt. Solche Eintrittspforten können beispielsweise Verletzungen oder großflächige Entzündungsherde sein, aber auch völlig unbeschädigte Schleimhäute. In einigen Schleimhäuten befinden sich spezielle Zellen, in die HIV direkt eindringen kann. Diese Zellen werden daher auch als "Zielzellen" für HIV bezeichnet. Über diese Zellen gelangen die Viren dann über mehrere Zwischenschritte (Gewebe, Lymphgefäße, Lymphknoten) in den Blutkreislauf und können sich dann über den ganzen Körper ausbreiten. Besonders viele solcher Zielzellen, die HI-Viren direkt aufnehmen und auch abgeben können, finden sich in den Schleimhäuten von:
Enddarm | Gebärmuttermund | Scheide (Vagina) | Harnröhrenausgang | Innenseite der Vorhaut und Vorhautbändchen
Andere Schleimhäute (wie etwa die Mundschleimhaut oder die Schleimhäute der Schamlippen und der Eichel) sind dicker und können HIV besser abwehren. Hier kann HIV in der Regel nur eindringen, wenn diese Schleimhäute verletzt oder geschädigt sind (etwa durch eine Entzündung oder eine sexuell übertragbare Erkrankung). Infektiöse Flüssigkeiten, die HIV enthalten können, sind:
Blut | Sperma | Scheidenflüssigkeit (Vaginalsekret) | Flüssigkeitsfilm der Darmschleimheut | Eiter, Wundflüssigkeit und Absonderungen von Entzündungen
Andere Körperflüssigkeiten (etwa Speichel, Tränen, Schweiß oder Urin) enthalten keine HI-Viren oder nur in einer so geringen Menge, die nicht zu einer Ansteckung führt.
Einen HIV-Schnelltest bietet CheckUp, das Präventionsprojekt der Aidshilfe Köln in Kooperation mit CheckPoint jeden Mittwoch und Donnerstag von 19 bis 22 Uhr in der Pipinstraße 7 an [www.schnell-test.de].
Nach einer Ansteckung mit HIV dauert es in der Regel zwölf Wochen, bis sich Antikörper zuverlässig nachweisen lassen. Wird der Test vor Ablauf dieser Zeit durchgeführt, ist er nicht aussagekräftig. Werden durch diese Testverfahren HIV-Antikörper festgestellt, lautet das Testergebnis "positiv". Wird nichts nachgewiesen, ist das Testergebnis "negativ".

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HIV-Schnelltest
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Pipinstraße 7
www.schnell-test.de
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