
Komplexe Sachverhalte in
verständlicher Sprache
Die Themen HIV und Aids werfen viele Fragen auf. Jedoch sind die medizinischen Sachverhalte sehr komplex und für Menschen ohne medizinischen Hintergrund nicht verständlich. Die Aidshilfe Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Themen in einer allgemein verständlichen Sprache darzustellen. Hierfür wurde die MED-INFO-Broschüre mit den unterschiedlichen Themengebieten rund um HIV und Aids entworfen und wird stetig ausgebaut. Die MED-INFO-Gesprächsreihe mit verschiedenen Referenten rundet das Angebot ab.
Medizinische Informationen
leicht verständlich
MED-INFO wendet sich an Menschen mit HIV und Aids, interessierte Angehörige, sowie an haupt- und ehrenamtliche Berater/innen. Jedes Heft behandelt ein Krankheitsbild bzw. ein aktuelles medizinisches Thema. Dazu werden Behandlungs- und Bewältigungsstrategien nach neuesten Erkenntnissen dargestellt. Unsere Autoren sind anerkannte HIV-Experten mit Spezialisierung auf dem jeweiligen Themengebiet. Das garantiert eine hohe fachliche Kompetenz und den aktuellsten Forschungsstand bei Erscheinen der Hefte.
Die MED-INFO-Broschüre wurde mit dem Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung ausgezeichnet.
Die Gesprächsreihe zu HIV und Aids in Köln
Die MED-INFO-Gesprächsreihe wendet sich vor allem an Menschen mit HIV und Aids, aber auch an Angehörige, Partner/innen und Interessierte, sowie Menschen, die beruflich mit dem Thema zu tun haben. In Form von Vorträgen, Präsentationen und Diskussionsrunden werde Fragen zu HIV und AIDS möglichst einfach und verständlich beantwortet. Neben der reinen Information, hat jeder Teilnehmer die Gelegenheit Fragen zu stellen und gegebenenfalls auch spezielle Probleme mit kompetenten Fachleuten zu besprechen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstaltungsort
Forum-Gebäude 42 | Joseph-Stelzmann-Straße 20 | 50931 Köln | KVB-Linie 9, Haltestelle: Lindenburg/Unikliniken
Neurologische Erkrankungen, Alkohol und Drogen -
Auswirkungen auf Menschen mit HIV & Aids
Donnerstag, 16. September, 19:30 Uhr
Aufgrund der guten Behandlungsmöglichkeiten und der hohen Lebenserwartung für Menschen mit HIV bekommt die Früherkennung HIV-bedingter neurologischer Erkrankungen einen immer größeren Stellenwert.
Prof. Dr. Arendt, anerkannte Expertin für Neurologie im Zusammenhang mit HIV und Aids, vermittelt Grundlagen über die Bedeutung der Vorsorge, Diagnosemethoden und die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten HIV-bedingter neurologischer Erkrankungen aufgrund neuster Studienergebnisse, insbesondere hinsichtlich der Liquorgängigkeit der HAART.
Themenschwerpunkt des Vortrags ist der Einfluss von Alkohol und Drogenkonsum auf Leistungen des Gehirns. Welche Rolle spielt Alkohol bei der Ausbreitung von HIV im Gehirn und dem vorzeitigen Absterben von Nervenzellen? Welche zusätzlichen neurologischen Probleme können für Positive durch Drogenkonsum unter HIV-Therapie auftreten? Welche Drogen sind in diesem Zusammenhang besonders riskant? Und unter welchen Umständen kann der Konsum von Cannabis-Produkten negative Effekte bewirken?
Referentin: Prof. Dr. Gabriele Arendt, Uniklinik Düsseldorf
HIV und Haut
Diagnose, Behandlung und Schutz
Donnerstag, 21. Oktober, 19:30 Uhr
Die Haut ist mit etwa zwei Quadratmeter Gesamtfläche und einem Gewicht von bis zu 10 kg das größte Organ des Menschen. Somit bietet sie auch reichlich Angriffsfläche für virusbedingte Hauterkrankungen, Infektionen durch Pilze und Bakterien sowie andere Hauterkrankungen, die nicht von Erregern ausgelöst werden. Auch werden bei Menschen mit HIV auffallend häufiger Unverträglichkeiten von Medikamenten beobachtet, die sich unter anderem durch schwere Hautreaktionen zeigen.
Wie kann man sich vor möglichen Infektionen schützen und welche Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt sind möglich und notwendig? Welche Hauterkrankungen sind im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion häufiger und wie kann man sie frühzeitig erkennen und behandeln? Und gibt es für Menschen mit HIV ein höheres Hautkrebsrisiko?
Dr. Reimann, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, wird aus seiner Erfahrung rund um das Thema HIV und Haut über Diagnose, Behandlung und Schutz vor möglichen Haut- und Geschlechtskrankheiten informieren, welche besonders in der Behandlung von Menschen mit HIV eine wichtige Rolle spielen.
Referent: Dr. Georg Reimann,
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Köln
HIV und älter werden
Mögliche Langzeitfolgen der HIV-Therapie
Donnerstag, 18. November, 19:30 Uhr
Dank der großen Fortschritte in der HIV-Therapie, können heute viele HIV-Positive damit rechnen, ein hohes Lebensalter zu erreichen. Die Behandlung der HIV-Infektion im Sinne einer langfristigen chronische Erkrankung tritt zunehmend in den Vordergrund.
In diesem Kontext wollen wir folgenden Fragen nachgehen: Zu welchen alters- und therapiebedingten Erkrankungen zum Beispiel von Herz und anderen Organen, des Hormonsystems und der Knochen kann es kommen und welche neuro-kognitiven Veränderungen des zentralen Nervensystems und der Psyche können auftreten? Welche allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen sind auch für Menschen mit HIV sinnvoll, um weiteren Erkrankungen vorzubeugen?
Die HIV-Spezialistin Dr. Katja Römer wird über mögliche gesundheitliche Langzeitfolgen der Kombitherapie und des natürlichen Alterungsprozesses, deren Behandlungsmöglichkeiten und sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen informieren.
Referentin: Dr. Katja Römer, HIV-Spezialistin, Köln